Fußball-Drittligist FC Rot-Weiß Erfurt reist trotz des Fehlstarts in die neue Saison zuversichtlich zum Aufstiegsanwärter FC Ingolstadt. Mindestens ein Punkt wollen die Thüringer im zweiten Auswärtsspiel erringen.
«Sicher sind drei Zähler nicht realistisch, da der Aufstieg nur über Ingolstadt gehen wird», sagt Trainer Rainer Hörgl. Doch die gute Leistung im DFB-Pokalspiel gegen Zweitligist MSV Duisburg (1:2) sorgt für Optimismus im Rot-Weiß-Lager: «Da hat die Mannschaft gesehen, was möglich ist», so der Trainer, der seinen Spielern eine deutliche Steigerung gegenüber den ersten beiden Meisterschafts-Partien (0:0 bei Bremen II, 0:2 gegen Offenbach) attestierte.
Allerdings sieht Hörgl in der Defensivarbeit im Mittelfeld noch Defizite: «Da fehlt es an Aggressivität, um die Pässe des Gegners besser unterbinden zu können.» Auch das Abschlussverhalten bereitet dem Trainer Sorgen. Insbesondere Massimo Cannizzaro, der beste Torschütze der vergangenen Saison, hätte «eine Blockade im Kopf», die es zu lösen gelte. Vermutlich kriegt der Deutsch-Italiener in Ingolstadt eine erneute Chance. Vertreter Chhunly Pagenburg hat sich im Training eine Knieverletzung zugezogen und fällt wohl aus. Eine MRT-Untersuchung soll Klarheit bringen. Definitiv nicht auflaufen kann Mittelfeldakteur Sebastian Becker, der sich einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hat. Für ihn rückt Martin Hauswald erstmals in die Anfangself. Anstelle des gegen Duisburg enttäuschenden Fabian Stenzel übernimmt Dennis Malura wieder die Position auf der rechten Abwehrseite.