22.05.2009, 16:22 Uhr
Erfurt (dpa/th) - Rainer Hörgl wird neuer Cheftrainer beim Fußball-Drittligisten FC Rot-Weiß Erfurt. Der Verein stellte den 52 Jahre alten Oberbayern im Rahmen einer Pressekonferenz in Erfurt vor.
Der ehemalige Trainer des FC Augsburg wird seine Tätigkeit am 18. Juni mit der Vorbereitung auf die neue Saison beginnen. Sein Vertrag läuft zunächst für ein Jahr bis zum 30. Juni 2010. Bei Aufstieg in die zweite Liga verlängert sich der Kontrakt automatisch um ein weiteres Jahr. Hörgl tritt damit die Nachfolge von Henri Fuchs an, der als Interimstrainer den Drittligisten nach der Trennung von Karsten Baumann seit Ende April führt. Fuchs soll eine andere Position im Verein übernehmen.
«Ich freue mich sehr auf die neuen Herausforderungen beim FC Rot-Weiß und werde alles daran setzen, mit der Mannschaft in der kommenden Saison vorn mitzuspielen. Ich finde hier gute Voraussetzungen vor. In der Mannschaft steckt viel spielerisch Potenzial. So kann ich meine Philosophie des Fußball-Spielens sicher gut umsetzen», sagte Hörgl, der zuletzt den FC Augsburg in der 2. Liga betreute, im September 2007 dann aus persönlichen Gründen aber überraschend zurückgetreten war.
Erfurts Präsident Rolf Rombach erklärte: «Wir haben mit Rainer Hörgl einen erfahrenen Trainer verpflichten können. Die Gespräche mit ihm haben gezeigt, dass er zu uns passt. Derzeit versuchen wir unseren Etat für die kommende Saison von 3,9 auf 5,0 Millionen Euro zu erhöhen. Gelingt dies, wollen wir einige Spieler neu verpflichten und in der neuen Saison um den Aufstieg mit kämpfen.»
Im letzten Saisonspiel gegen den Wuppertaler SV am 23. Mai sowie zum Landespokalendspiel am 26. Mai gegen den FC Carl Zeiss Jena wird Fuchs als Coach auf der Bank sitzen. Nachdem der zwischenzeitlich mögliche Aufstieg in der Rückrunde frühzeitig verpasst wurde und auch das vor der Saison mit Platz sechs vorgegebene Ziel nicht mehr möglich ist, soll nun wenigstens noch ein einstelliger Tabellenplatz herausspringen. «Die Mannschaft ist gewillt, einen Dreier einzufahren und sich damit das notwendige Selbstvertrauen für das Pokalendspiel zu holen. Außerdem wollen sich die Spieler beim neuen Cheftrainer, der auf der Tribüne sitzen wird, empfehlen», sagte Fuchs.