Leipzig (dpa) - 14.12.2008, 15:59 Uhr
Der SC Paderborn steht vor der Renaissance: Nach dem sang- und klanglosen Abstieg dominieren die Ostwestfalen die 3. Liga und haben als Herbstmeister ihren Anspruch auf den sofortigen Wiederaufstieg untermauert.
Vor dem Auftakt der Rückrunde am kommenden Wochenende zementierte das Team von Trainer Pawel Dotschew durch einen 2:0-Erfolg gegen die Stuttgarter Kickers die Führungsposition. Zwei Zähler dahinter rangiert der 1. FC Union Berlin, der das Spitzenspiel gegen den Tabellendritten Kickers Emden ebenfalls mit 2:0 gewann. Trotz der Niederlage verteidigte Emden den dritten Rang, da auch Verfolger Fortuna Düsseldorf beim 0:2 gegen die zweite Mannschaft von Werder Bremen keine Punkte holte.
«Die Herbstmeisterschaft ist Bestätigung unserer harten Arbeit. Jedoch haben wir erst eine Etappe gewonnen und sind noch nicht aufgestiegen», sagte Paderborns Trainer Dotschew und forderte weiter ein konzentriertes Auftreten seiner Mannschaft. Gegner Stuttgarter Kickers blieb dagegen in der gesamten Hinrunde auswärts sieglos.
Als heimstärkstes Team der Hinrunde zeigte sich Union Berlin. Auch im Verfolgerduell gegen Emden präsentierten sich die Mannen von Trainer Uwe Neuhaus «spritziger und vor dem Tor abgeklärter». Der selben Meinung war auch Emdens Trainer Stefan Emmerling: «Wir sind schwer in die Partie gekommen und wurden in der ersten Halbzeit klar von Union beherrscht. Im zweiten Durchgang haben wir dann unsere Chancen nicht genutzt».
Am Tabellenende bewies unter dessen Jahn Regensburg einen weiteren Aufwärtstrend. Unter Interimscoach Markus Weinzierl blieben die Bayern ungeschlagen und kletterten dank des 3:0-Sieges bei Eintracht Braunschweig aus der Abstiegszone. Weiter Luft nach unten verschaffte sich auch der FC Carl Zeiss Jena. Das Team von Trainer Rene van Eck feierte mit dem 2:0 gegen den SV Sandhausen seinen zweiten Heimsieg hintereinander und stürzte die Gäste tiefer in die sportliche Krise. «Wenn jeder Spieler an seine Grenzen geht, dann können wir in dieser Saison noch weitere Schritte nach vorne kommen», sagte van Eck.