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Paderborn Spitze - Emden lässt ebenfalls Federn

Leipzig (dpa) - 19.10.2008, 10:04 Uhr

Siegesserie gerissen und trotzdem weiter Spitze: Nach sechs Erfolgen nacheinander hat der SC Paderborn mit dem mageren 0:0 gegen Kickers Offenbach erstmals seit dem 16. August wieder Punkte abgegeben, bleibt aber dennoch Tabellenführer der 3. Fußball-Liga.

Denn die Ostwestfalen profitierten vom Patzer des Verfolgers Kickers Emden, der durch das 1:1 bei der SpVgg Unterhaching die mögliche Ablösung vergab. Paderborn fand lange Zeit nicht ins Spiel und leistete sich viele Fehlpässe. Erst in der Schlussphase war der SC besser und hatte hochkarätige Chancen. «Wir müssen uns vorwerfen, die guten Möglichkeiten nicht genutzt zu haben», sagte Coach Pawel Dotschew.

Die Emdener mussten mit 940 km die bislang weiteste Punktspiel-Reise der Vereinsgeschichte antreten, führten durch Enrico Neitzel aber verdient. Drei Minuten später vergab Ralf Bucher die Chance zum Ausgleich, als er per Foulelfmeter am Emdener Torwart Daniel Masuch scheiterte. Tobias Schweinsteiger sorgte per Hacke eine Minute vor Schluss noch für den verdienten Punkt. «Emden verteidigt immer gut, doch der Ausgleich war fällig», befand Schweinsteiger.

Emdens Verfolger SV Sandhausen feierte einen 2:0-Heimerfolg gegen Rot-Weiß Erfurt und rückte damit bis auf zwei Punkte an Emden heran. Das verpasste dagegen Fortuna Düsseldorf. Die Rheinländer mussten sich zu Hause mit einem 1:1 gegen Bayern München II begnügen. «Unsere hochkarätigen Chancen zu Beginn hätten wir nutzen müssen», sagte Fortuna-Trainer Norbert Meier.

Eintracht Braunschweig schaffte mit einem 2:0 gegen Wacker Burghausen den dritten Heimsieg in Serie. «Wir haben aus unseren schlechten Spielen gelernt. Hoffentlich geht es so weiter», sagte Führungstorschütze Christian Lenze. Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht dämpfte hingegen die Erwartungen: «Wir sind keine Spitzenmannschaft und hatten heute auch etwas Glück.»

Die Abstiegsplätze verlassen hat Zweitliga-Absteiger FC Erzgebirge Aue, der bei Jahn Regensburg mit 4:1 gewann. «Jetzt sind wir wieder auf dem Erfolgsweg. Wir waren die bessere Mannschaft», befand Trainer Rico Schmitt erfreut. Mit dem Erfolg scheint Teamchef Heiko Weber wieder fester im Sattel zu sitzen.


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