Abstiegskampf in 3. Liga spitzt sich zu

Leipzig (dpa) - 13.03.2016, 09:53 Uhr

Der Abstiegskampf in der 3. Fußball-Liga wird immer brisanter. Acht Teams stecken nach dem 30. Spieltag tief im Kampf um den Klassenverbleib, Rot-Weiß Erfurt hat auf Platz 13 nur fünf Punkte Vorsprung vor Schlusslicht VfB Stuttgart II.

Immerhin gelang den Thüringern wie auch den früheren Bundesligisten Hansa Rostock und Energie Cottbus am Samstag ein kleiner Befreiungsschlag. Während Erfurt ein 1:0 bei Werder Bremen II erzitterte, spielte sich Hansa beim 4:0 gegen den SV Wehen Wiesbaden in einen Rausch und schickte die Hessen auf einen Abstiegsplatz. Cottbus versetzte den Aufstiegshoffnungen des 1. FC Magdeburg beim 2:0 einen Dämpfer. Die Stuttgarter Kickers kletterten durch das 1:0 gegen Preußen Münster erstmals seit November auf einen Nicht-Abstiegsplatz, dagegen steht der Chemnitzer FC nach dem 0:1 gegen die Kickers Würzburg unter dem Strich.

Die größte Show des Spieltags lieferte Rostock ab, im Mittelpunkt: Marcel Ziemer. Der Stürmer traf binnen zwei Minuten (55./57.) zweimal und sorgte für die Entscheidung. «Wir sind für unser Engagement belohnt worden. Es ist sehr wichtig, dass man sich so freispielt», sagte Trainer Christian Brand.

Beim einstigen Aufstiegsanwärter aus Wiesbaden geht nichts voran. Trainer Sven Demandt war bereits Anfang der Woche entlassen worden, der Effekt war jedoch gleich Null. Von den vergangenen sieben Spielen hat Wiesbaden sieben verloren und keinen Sieg geholt.

Einen ganz wichtigen Dreier sicherte sich Cottbus. Sven Michel und Joni Kauko beruhigten mit ihren Toren schon vor der Pause die Nerven. «Ich habe meiner Mannschaft vermittelt, was Energie für diese Region bedeutet», berichtete Trainer Vasile Miriuta.

Glücklich waren auch die Stuttgarter Kickers über den Sieg, den Alessandro Abruscia sicherte. «Wir sind ein verschworener Haufen und haben kämpferisch alles in die Waagschale geworfen», meinte Trainer Tommy Stipic. Ebenso kämpferisch überzeugte Erfurt. Am Sonntag kommt es nun zum Abstiegs-Duell mit Chemnitz. Den Sachsen gelang auch im zweiten Spiel unter dem neuen Trainer Sven Köhler kein Sieg. «Uns fehlt einfach der Mut, was sicherlich der Situation geschuldet ist. Ohne Mut wird es ganz, ganz eng», sagte Daniel Frahn.