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Direkter Wiederaufstieg klares Ziel des Karlsruher SC

Karlsruhe (dpa) - 16.07.2012, 12:19 Uhr

Mehr als 12000 Besucher bei der Vorstellung der Drittliga-Mannschaft und bei den Dauerkarten die 6000er-Marke fest im Visier: Ein Bild des Jammers bietet Zweitliga-Absteiger Karlsruher SC derzeit wahrlich nicht.

«Ganz im Gegenteil. Die schwierige Situation nach dem Abstieg am 14. Mai hat dafür gesorgt, dass alle Beteiligten hier noch enger zusammengerückt sind», sagte Club-Präsident Ingo Wellenreuther.

Die kurze Phase der Depression in und um den Verein sei schnell einem Zusammengehörigkeitsgefühl gewichen, versicherte Wellenreuther im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa am Montag vor dem Start der 3. Fußball-Liga. Trotz des sportlichen Absturzes herrscht inzwischen wieder Zuversicht. «Klar formuliertes Ziel aller Beteiligten ist der direkte Wiederaufstieg. Wir haben die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass das möglich ist», betonte Wellenreuther.

Trainer Markus Kauczinski und Sportdirektor Oliver Kreuzer haben bei den bislang 13 Neuzugängen vor allem auf Ausgewogenheit geachtet. «Es ist ein kleiner Kader, aber er ist so, dass man auf alles reagieren kann», erklärte Kauczinski. Zum Mannschaftskapitän bestimmte er den drittliga-erfahrenen Dirk Orlishausen. «Wir haben einen ausgeglichenen Kader, in dem jeder gezeigt hat, dass er gewillt ist, in die erste Elf zu kommen», sagte der Torhüter.

Weil mehr als das halbe Team neu ist, will Kauczinski noch keine Stammplätze vergeben. «Wir beginnen mit einer Mannschaft, die sich aus der Vorbereitung ergibt. Danach liegt die Wahrheit auf dem Platz. Stamm ist, wer am beständigsten seine Leistung abliefert», sagte er.


Unklar ist nach wie vor die Zukunft von Hakan Calhanoglu. An dem Ausnahme-Talent hatte zuletzt Bundesligist Werder Bremen Interesse bekundet. «Da ist derzeit Funkstille. Aber solange er da ist, ist er Teil meiner Mannschaft», sagte Kauczinski. Die Situation um Simon Brandstetter beschäftigt den KSC-Coach schon eher. Denn der 22 Jahre alte Esslinger, den die Karlsruher vom Bundesligisten SC Freiburg ausgeliehen haben, hat nach einer Viruserkrankung in Belastungssituationen Kreislaufprobleme und Schwindelanfälle.

«Möglicherweise sind das die Nachwehen des Virus', das muss aber nicht sein. Keiner kann im Moment beurteilen, ob das in zwei Wochen ausgestanden ist oder in zwei Monaten», sagte Kauczinski. Daher wolle man natürlich die Augen offen halten, Panik sei aber nicht angebracht. «Auch wenn er die größte Wucht nach vorne mitgebracht hätte, haben wir jetzt erst einmal genügend Spieler, die gezeigt haben, dass sie nach vorne spielen können», sagte der Trainer.

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