Leipzig (dpa) - 20.01.2012, 09:42 Uhr
Fußball-Drittligist 1. FC Heidenheim drängt mit aller Macht in die 2. Bundesliga. Mit fünf neuen Spielern hat der Verein die meisten Zugänge aller Drittliga-Clubs in der Winterpause verbucht. Insgesamt hielt sich die Liga aber bei Spielertransfers zurück.
«Der Rhythmus fehlte noch, aber das Spiel hat gezeigt, dass wir gut dabei sind», sagte Heidenheims Manager Holger Sanwald nach dem 0:2 im Test gegen Bundesligist Hertha BSC. Sanwald peilt schon jetzt, statt wie ursprünglich postuliert bis 2015 den Aufstieg an.
An dieser Zielsetzung ändern auch die Bänderrisse von Nico Frommer, Andreas Spann und zuletzt auch noch David Schittenhelm nichts. Die beiden letzteren haben lädierte Kreuzbänder und werden in dieser Saison nicht mehr spielen können. Neuzugang Marcus Sailer (von Wehen Wiesbaden) wird zumindest in den nächsten Wochen wegen eines Muskelfaserrisses fehlen.
Auch bei Spitzenreiter Jahn Regensburg gehören die Bänder zu den «Problemzonen». Bei Torjäger Tobias Schweinsteiger riss ein Band im Sprunggelenk. Außerdem plagten Yusuf Emre Knieprobleme, Michael Klauß brach sich gar das Schlüsselbein und Sebastian Hofmann die Speiche am Ellenbogen. Schweinsteiger hatte noch vor seinem Missgeschick angekündigt: «Wir wollen solange wie möglich oben bleiben.» Er hatte bislang kein Spiel dieser Saison verpasst, wird nun aber vorerst ausgebremst. Trotzdem bleibt er optimistisch: «Wir haben beim Jahn noch Großes vor.»
Bei Verfolger SV Sandhausen - ein Spiel im Rückstand - freute sich Trainer Gerd Dais im verregneten Trainingslager von Belek über «sehr willige und fleißige Spieler». Neuzugang Nico Klotz vom SC Paderborn habe sich gut eingefügt, fache den internen Konkurrenzkampf an. Dagegen leidet Angreifer Regis Dorn noch unter einem maladen Knie, sein Einsatz in Darmstadt ist fraglich.