Osnabrück (dpa) - 08.12.2011, 20:14 Uhr
Der Fußball-Drittligist VfL Osnabrück hat sich von Trainer Uwe Fuchs getrennt. Der Zweitliga-Absteiger reagierte damit auf eine Serie von acht sieglosen Pflichtspielen. Der 45 Jahre alte Coach hatte den VfL erst zu Saisonbeginn übernommen.
Die Osnabrücker sind vor dem Start der Rückrunde sieben Punkte von einem Aufstiegsplatz entfernt. «Die Platzierung im unteren Mittelfeld, das unnötige Ausscheiden im NFV-Pokal, das entspricht nicht unserem Anspruch. Wir sehen keinen positiven Trend, wir treten auf der Stelle», begründete VfL-Präsident Dirk Rasch die Entscheidung.
Die Osnabrücker sind nervös, denn der VfL-Fahrstuhl droht vorerst in der 3. Fußball-Liga steckenzubleiben. Immer wieder war auf die Stehaufmännchen-Mentalität des VfL Osnabrück Verlass. Nun aber hängt der niedersächsische Traditionsverein im Mittelmaß der 3. Liga fest. Ins brisante Prestigeduell beim Nachbarn Arminia Bielefeld am Samstag geht der VfL mit der schlechtesten Vorrunden-Platzierung seit zehn Jahren.
«Dieses Spiel ist ideal, um ein Zeichen für uns und die Fans zu setzen», sagte Spielmacher Kevin Kampl zwar. Doch der Start in die Rückrunde wird belastet von einem Negativtrend: Die Mannschaft ist seit acht Pflichtspielen sieglos, seit 290 Minuten ohne Torerfolg und liegt bereits sieben Zähler hinter einem Aufstiegsplatz.
Der 45-jährige Fuchs hatte das Team im Sommer nach dem Zweitligaabstieg mit nur vier Spieler mit laufenden Verträgen übernommen. Mit jungen, in den Leistungszentren von Bundesligisten ausgebildeten Spielern wie Florian Riedel (Hertha BSC), Kevin Kampl (Leverkusen), Andreas Glockner (Freiburg) oder Stephan Salger (1. FC Köln) sowie Talenten aus dem eigenen Nachwuchs baute er eine junge Mannschaft auf, die spielerisch durchaus gute Ansätze zeigt. Doch es fehlt an Cleverness und Abschlussstärke; kein Akteur hat mehr als drei Tore erzielt und insgesamt stehen nach 19 Spielen erst 17 Treffer zu Buche. Vielen Fans fällt es schwer, sich mit dem Mittelmaß abzufinden.