Frankfurt/Main (dpa) - 03.11.2011, 16:46 Uhr
Beim Fußball-Drittligisten SV Wehen Wiesbaden ist die Stimmung im Keller. Das desaströse 1:5 bei der SpVgg Unterhaching fordert im kommenden Spiel gegen den Chemnitzer FC eine Reaktion heraus.
Zur gleichen Zeit muss sich Kickers Offenbach bei Rot-Weiß Erfurt bewähren. Bereits am Freitag stehen sich zur Flutlichteinweihung am Böllenfalltor Darmstadt 98 und Carl-Zeiss Jena gegenüber.
«Konstanz ist für uns ein Fremdwort», grantelte SVWW-Coach Gino Lettieri. Noch nie habe er solange gebraucht, um eine Niederlage wegzustecken. Arbeitsverweigerung sei die richtige Vokabel für die Leistung von Unterhaching. «Die Zügel sind angezogen worden, weil es so nicht weitergehen kann», sagte der Deutsch-Italiener. «Ich möchte eine Reaktion meiner Spieler sehen. Sie müssen beweisen, dass sie nach Wehen Wiesbaden gekommen sind, um Erfolg zu haben.»
Dem Trainer fehlen jedoch weiter zahlreiche Spieler. Immerhin kehrt Alf Mintzel nach abgesessener Gelb-Sperre zurück ins Team, auch Benjamin Hübner ist wieder im Training. Innenverteidiger Nico Herzig wurde am Donnerstag in Augsburg am Knie operiert. Lettieri warnt vor Aufsteiger Chemnitz, der nur zwei Punkte weniger als Wehen Wiesbaden auf dem Konto hat. «Gerd Schädlich ist ein richtig guter Trainer. Seine Mannschaft ist gut aufgestellt und vom Zweikampf geprägt. Das wird für uns sicher kein einfaches Spiel.»
Zur Einweihung der modernisierten Flutlichtanlage wollen die «Lilien» gegen Jena dreifach punkten. Die Thüringer kommen mit einem neuen Trainer, nachdem Heiko Weber nach dem 2:3 gegen Aalen entlassen wurde. Nun soll der ehemalige DDR-Nationalspieler Lothar Kurbjuweit den Tabellenletzten auf Kurs bringen. Bei den 98ern wird Dimitry Imbongo Boele fehlen. Der Franzose hatte in einem Spiel der U23 die Rote Karte gesehen und wurde für vier Spiele gesperrt. Die Chancenverwertung soll besser werden als beim 1:1 in Oberhausen.