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Wehen will gegen Saarbrücken Anschluss nach oben

Frankfurt/Main (dpa) - 22.09.2011, 17:07 Uhr

Überraschungsspitzenreiter gegen den angeschlagenen Aufstiegsfavoriten: Für den SV Wehen Wiesbaden steht das Drittliga-Duell beim Fußball-Seriensieger und Tabellenführer 1. FC Saarbrücken unter besonderen Vorzeichen.

«Bis zur Winterpause darf der Abstand bis zu den ersten drei Teams höchstens fünf Punkte betragen», sagte SVWW-Coach Gino Lettieri. Aber schon sieben Punkte trennen die Hessen vom FCS bereits vor der Partie am Samstag im altehrwürdigen Ludwigspark-Stadion.

Während Saarbrücken nach einem aufsehenerregenden Höhenflug seit 20 Spielen saisonübergreifend ohne Niederlage ist, kämpft Wehen nach dem Absturz auf Rang 13 um den Anschluss nach oben. Am 12. März zogen die Saarländer ausgerechnet beim 1:2 in Wiesbaden letztmals den Kürzeren und kommen mit breiter Brust in die BRITA-Arena. Der SVWW enttäuschte beim 0:0 gegen Burghausen und hat nach Saarbrücken die Topteams Preußen Münster und 1. FC Heidenheim zum Gegner.

«Natürlich ist das ein besonderes Spiel. Zum einen wegen der Niederlage im März, zum anderen, weil Wehen für mich immer noch der Topfavorit auf den Aufstieg ist», sagte Saarbrückens Sportlicher Leiter Dieter Ferner am Donnerstag. Tatsache aber ist, dass in Wiesbaden keiner mehr so forsch von der Rückkehr in Liga zwei redet wie zu Saisonbeginn.

Lettieri ist viel mehr damit beschäftigt, die hohen Erwartungen nach dem Fehlstart mit nur drei Siegen in zehn Spielen herunterzufahren. Geschäftsführer Wolfgang Gräf bemüht sich, der Konkurrenz den «Schwarzen Peter» bei der Verteilung der Aufstiegsansprüche zuzuschieben. «Wir schätzen die Lage intern ganz anders ein, als dies von außen getan wird.»


Der Tabellendritte Kickers Offenbach dagegen will mit einem Sieg am Samstag gegen den VfR Aalen die 0:1-Pleite zuletzt beim wiedererstarkten VfL Osnabrück ausgleichen. Zur Eröffnung der als Stehplatz-Areal umgebauten «Waldemar-Klein-Tribüne» soll auf dem Bieberer Berg unbedingt ein Sieg her, um den jäh gestoppten Aufschwung nach zuvor 13 Zählern ohne Niederlage wieder fortzusetzen.

Zur richtigen Einstimmung auf Aalen hatte OFC-Coach Arie van Lent dem Kader nach Osnabrück drei Tage freigegeben. «Die Jungs hatten eine anstrengende Zeit. Auch wenn das letzte Ergebnis nicht gepasst hat, war ich zuletzt ziemlich zufrieden. Die Spieler sollen den Kopf für die nächsten schweren Aufgaben wieder frei bekommen», erklärte van Lent.

Der Niederländer pflegt im Umgang mit der Aufstiegseuphorie nach dem Sprung auf den Relegationsplatz weiter seinen realistisch-nüchternen Stil: «Platz drei hat doch noch keine Aussagekraft. Sieben Mannschaften haben 16 Punkte. Die Liga ist so ausgeglichen wie nie zuvor. Wir tun gut daran, uns nur auf Aalen zu konzentrieren.» Der in Osnabrück noch fehlende Kapitän Elton da Costa (Oberschenkelverhärtung) und Christopher Lamprecht (Grippe) könnten wieder spielen.

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