Auch nach dem Spiel gab es noch einzelne Auseinandersetzungen mit Münsteraner Fans. Die Polizei, die mit mehreren hundert Beamten im Einsatz war, verzeichnete insgesamt 35 Festnahmen. Am Samstagabend wurden die mit richterlichem Beschluss im Polizeigewahrsam befindlichen VfL-Anhänger frei gelassen. Die Ermittlungen zu allen Straftaten dauern an. Jahn Regensburg demonstrierte im Spitzenspiel beim SV Wehen Wiesbaden unterdessen einmal mehr Auswärtsstärke. Einen 0:1-Rückstand drehte die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl noch zum 2:1-Sieg. «Wir haben in den Wochen zuvor Selbstvertrauen getankt, die Mannschaft ist intakt. Da kann man auch Bäume ausreißen», begründete Weinzierl den Höhenflug. Gino Lettieri, der Trainer des ambitionierten SV Wehen, haderte indes mit seiner Elf: «Regensburg brauchte sich den Sieg nicht holen, wir haben ihn geschenkt.» Die SpVgg Unterhaching hatte bereits am Freitagabend beim SV Babelsberg mit 2:1 gewonnen. Dadurch kletterten die Münchner vom fünften Platz auf den zweiten Aufstiegsrang. Trainer Heiko Herrlich «wusste, dass es schwer werden würde», und war über den Erfolg umso stolzer. Der 1. FC Heidenheim lag beim VfB Stuttgart früh in Rückstand, schaffte selbst in der Schlussphase gegen dann dezimierte Gastgeber nicht den Ausgleich und musste mit 0:1 die erste Saisonniederlage hinnehmen. Dagegen ist der 1. FC Saarbrücken wie Spitzenreiter Regensburg weiter ungeschlagen. Das 1:1 beim VfR Aalen war insgesamt sogar das 18. Punktspiel hintereinander, das die Saarländer ohne Niederlage überstanden. Aufsteiger Chemnitzer FC kam am Sonntag im ersten Spiel nach dem Herzinfarkt seines Kapitäns Andreas Richter zu einem 2:1-Sieg beim FC Carl Zeiss Jena. Während die Sachsen ihren ersten Auswärtssieg bejubelten, wurde in Thüringen bereits über eine mögliche Ablösung von Trainer Heiko Weber diskutiert.
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