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Verhaltene Aktivität: Drittligisten holen 40 Kicker

Leipzig (dpa) - 01.09.2011, 09:39 Uhr

Laue Wechselbörse nach dem Saisonstart: Die Fußball-Drittligisten haben auf dem Transfermarkt seit dem Beginn des Spieljahres 2011/2012 nur noch verhalten zugeschlagen.

Hatten die 20 Clubs bis zum 18. Juli 217 Spieler geholt, so waren es bis zum Ende des ersten Transferfensters am Mittwoch nur noch 40. Aus den Vereinen verabschiedeten sich gar nur noch zwölf Kicker, nachdem es bis zum Saisonbeginn unglaubliche 281 gewesen waren. Als einziger Drittligist verzichtete der 1. FC Saarbrücken auf jegliche Wechsel.

Krösus unter den Clubs, die noch einmal aktiv wurden, war die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart, die noch sechs Spieler holte. Allerdings mussten sich die VfB-Verantwortlichen gar nicht groß bewegen. Vier «Neue» rückten aus dem eigenen Nachwuchs auf, Alexander Stolz kam aus dem Profikader ins Team.

Arminia Bielefeld, der FC Carl Zeiss Jena, der SV Babelsberg 03 und die Spielvereinigung Unterhaching verstärkten sich mit je vier Akteuren. Zweitliga-Absteiger Bielefeld hat nunmehr 22 neue Spieler unter Vertrag. Jena holte sich in Torhüter Tino Berbig und Mittelfeldspieler Björn Lindemann zwei gestandene Zweitliga-Kicker von Zweitliga-Absteiger VfL Osnabrück. Genutzt hat es aber bislang wenig. Sowohl die Arminen als auch die Thüringer dümpeln nach den bisherigen Spieltagen auf Abstiegsplätzen herum.

Anders sieht es beim SSV Jahn Regensburg aus. Dessen Aktivitäten vor der Saison waren mit vier Neuverpflichtungen schon sehr begrenzt und auch jetzt schlugen die Bayern lediglich dreimal zu. Das dies der Qualität keinen Abbruch verschafft, beweist die Tabelle: Der SSV Jahn führt das 20er-Feld an.


Insgesamt scheinen die Vereine mit ihren Kadern zufrieden zu sein und auch die Spieler fühlen sich anscheinend wohl. Lediglich zwölf Spieler verließen ihre Arbeitgeber nach dem Saisonstart. Eine ungewöhnliche Entwicklung nahm aber Berkan Afsari. Der vom SC Paderborn II kommende Spieler schloss sich zunächst dem VfB Stuttgart II an, um diesen mittlerweile mit unbekanntem Ziel wieder zu verlassen.

Oberstes Ziel aller Clubs war und bleibt die finanzielle Konsolidierung. Geld wurde für neue Spieler eher nicht ausgegeben, aber auch keins eingenommen. Das dürfte auch im Winter der Fall sein, wenn die Wechselbörse noch einmal öffnet.

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