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Lizenz für Dynamo Dresden in akuter Gefahr

Dresden (dpa) - 18.05.2011, 13:17 Uhr

Die Aufstiegseuphorie bei Fußball-Drittligist SG Dynamo Dresden ist ungebremst, doch den Verein drücken finanzielle Sorgen.

Wie Geschäftsführer Volker Oppitz mitteilte, muss der Club für die dritte Liga Bürgschaften in Höhe von 2,045 Millionen an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) nachweisen. Für die zweite Liga liegt die Summe aufgrund der zu erwartenden Fernsehgelder lediglich bei 830 000 Euro, die bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL) jeweils bis zum 1. Juni nachzuweisen sind.

Zwar laufen die Gespräche mit Sponsoren und Partners des Vereins bisher aussichtsreich, doch ohne die Hilfe der Stadt droht dem Verein der Lizenzentzug. «Das wird eine Herkulesaufgabe und wenn wir keine Unterstützung von der Stadt oder den städtischen Unternehmen erhalten, dann ist die Situation aussichtslos», betonte Oppitz. Dynamo erhofft sich von der Landeshauptstadt eine Unterstützung in Höhe von einer Million Euro. Zudem hofft der Club noch darauf, die Bürgschaftssumme in beiden Fällen noch weiter drücken zu können. Oppitz geht am Ende von 1,5 bis 1,7 Millionen für die dritte Liga aus.

Mündlich zugesichert sind Dresden bisher um die 600 000 Euro durch Sponsoren, auf einem Treuhandkonto sind bereits 57 000 Euro durch die Aktion «Fan-Bürgschaft» eingezahlt. Oppitz erklärte die hohe Summe der Nachweise mit der Verschärfung des Lizenzierungsverfahrens sowie wirtschaftlichen Verlusten in den letzten Jahren. So hat der Verein in den letzten vier Jahren 3,2 Millionen Euro Verluste zu verzeichnen gehabt. Für die kommende Saison plant Dresden für die dritte Liga mit einem Etat von rund 10 Millionen Euro, in der zweiten Liga wären es 14 Millionen Euro.

Am Freitag (20.30 Uhr) in Dresden und am kommenden Dienstag (20.30 Uhr) in Osnabrück spielt Dynamo in der Relegation um den Aufstieg in die zweite Liga. Im Falle des Aufstieges zahlt der Club eine Prämie in Höhe von 250 000 Euro. «Wir hoffen alle, dass der Aufstieg klappt, da kann man dann einen kleinen Verlust auch verschmerzen», sagte Oppitz.


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