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Aufstiegshoffnungen schrumpfen für OFC und SVWW

Frankfurt/Main (dpa) - 25.04.2011, 14:30 Uhr

Fehlende Stabilität lässt die zarten Aufstiegshoffnungen der Fußball-Drittligisten Kickers Offenbach und SV Wehen Wiesbaden nach dem 35. Spieltag welken.

Wehen leistete sich zur Unzeit eine Heimschwäche und musste durch das 0:1 (0:1) im Spitzenspiel gegen Rot-Weiß Erfurt den gerade erst übernommenen Relegationsplatz an die Thüringer abtreten. Die Kickers flüchteten sich nach dem 1:2 (0:1) beim souveränen Tabellenführer und Aufsteiger Eintracht Braunschweig in Galgenhumor. «Es hätte schlimmer kommen können», sagte Geschäftsführer Thomas Kalt.

Gemeint war der hessische Rivale, weil der die große Chance verpasste, sich vom OFC, aber auch Erfurt und den mit 4:0 gegen Unterhaching triumphierenden Dynamos aus Dresden abzusetzen. «Unsere Ausgangslage hat sich also nicht verschlechtert», erklärte Kalt. Erstmals rutschten die Kickers auf den sechsten Platz (57 Punkte) ab, doch die drei Konkurrenten liegen mit 58 Zählern nur knapp davor.

Deshalb werden Hoffnungen beschworen. «Ich wünsche mir ein Finale», meinte der frustrierte Sportmanager Andreas Möller. Das soll es am letzten Spieltag gegen Dresden am Bieberer Berg geben. Zuvor gilt es aber, gegen Jena und in Heidenheim die Voraussetzungen zu schaffen.

Der Offene Brief an die Fans unter der Woche hatte die Mannschaft zumindest in der ersten Halbzeit nicht beflügeln können. «Der Widerstand war gering», befand Möller. Das lag aber nicht daran, dass der erfolglose Trainer Thomas Gerstner vor 21 200 Zuschauern die Startelf wegen des Fehlens von Christopher Lamprecht und Olivier Occean umstellen musste. Die Eintracht hätte mehr Treffer schießen können als die von Dominik Kumbela (19. Minute) und Karim Bellarabi (47.). Der Anschlusstreffer von Nicolas Feldhahn (69.) war schlichtweg zu wenig.


Die Angriffsschwäche könnte dem SV Wehen Wiesbaden die Chance auf die Rückkehr in die 2. Liga nehmen. «Wir hatten zwei, drei Chancen, mehr aber auch nicht», klagte Trainer Gino Lettieri. So reichte Erfurt ein einziger Treffer, den Nils Pfingsten-Reddig nach einem Fehler von Benjamin Hübner erzielte (11.). Nach sieben Spielen riss die Erfolgsserie der Kicker aus der Landeshauptstadt, die die Thüringer vor 6100 Zuschauern nicht richtig unter Druck setzen konnten.

Das Saisonfinale spricht auch nicht unbedingt für den SVWW. Erst einmal geht es zum Zweitliga-Rückkehrer Hansa Rostock. Danach kommt die TuS Koblenz in die Brita Arena. Das letzte Spiel bestreiten die Wiesbadener beim wahrscheinlichen Absteiger Werder Bremen II. «Jetzt wollen wir mal sehen, wie diese drei Spiele laufen», erklärte Lettieri. Er setzt darauf, dass auch die Konkurrenten alles andere als konstante Leistungen im Laufe der Saison gezeigt haben.

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