Rostock (dpa) - 08.11.2010, 10:57 Uhr
Hansa Rostocks Sturmlauf an die Tabellenspitze der 3. Fußball-Liga findet seine logische Konsequenz. Die Vereinsführung will die Verträge von Manager Stefan Beinlich und Trainer Peter Vollmann über die Saison hinaus verlängern.
«Da genügt ein Blick auf die Tabelle. Ja, wir wollen. Aufgrund der bisherigen hervorragenden Zusammenarbeit bin ich hier allerdings völlig unaufgeregt», sagte Vorstandschef Bernd Hofmann der «Ostsee-Zeitung». Man werde sich in aller Ruhe und ohne Termindruck zusammensetzen.
Beinlich und Vollmann haben beim einstigen Bundesligisten nach dem Absturz in die 3. Liga im Sommer die sportlichen Leitung übernommen und aus einem sportlichen Scherbenhaufen mit mittlerweile 13 Neuzugängen ein konkurrenzfähiges Team geschmiedet, das entgegen den ursprünglichen Erwartungen sogar den sofortigen Wiederaufstieg in petto hat. «35 Punkte zu diesem Saisonzeitpunkt, damit war nicht zu rechnen», sagte Beinlich nach dem 2:1 beim SV Sandhausen, mit dem Hansa Platz eins behauptete. «Manchmal muss man sich kneifen, um das zu realisieren.»
Der einstige Nationalspieler - momentan der größte Sympathieträger des Traditionsvereins - hatte sich vor seinem Amtsantritt ausbedungen, sich zunächst nur für ein Jahr zu binden. Er wolle erst sehen, ob es passt, sagte der 38-Jährige damals. «Hansas Problem war, dass die Verträge von Entscheidungsträgern so lange liefen, dass dem Verein die Hände gebunden waren.»
Es passt - und wie. Auch mit Vollmann (52) hat Hansa einen überaus guten Griff getan. Der erfahrene Fußball-Lehrer, in den «Niederungen» der 2. und 3. Liga erfahren, ist in dem von Tradition und auch vom Festhalten an alten Zöpfen geprägten Verein sofort angekommen und wird respektiert. Natürlich auch des Erfolges wegen. «Vor allem haben im sportlichen Bereich unsere Ideen und Konzepte sofort gegriffen. Die Saat ist bisher voll aufgegangen», lobte der Hansa-Chef Hofmann seine sportliche Doppelspitze.