Fussball24:
Was bedeutet dir persönlich der Derby-Sieg?
Aigner:
Es freut mich natürlich total, vor allem auch für die Fans. Ich weiß selbst wie es ist wenn man in der Kurve steht und mit fiebert.
Gegen die anderen, vor allem wenn es ein bayerisches Team ist, will man da natürlich Siege sehen.
Deshalb ist dieser Sieg gegen Augsburg auch etwas Besonderes. Für die Fans- aber natürlich auch für das Team.
Wir haben jetzt vier Spiele nicht mehr verloren. Das gibt uns viel Selbstvertrauen.
Ich denke auch, dass genug Qualität in der Mannschaft ist und ich hoffe, dass wir uns als Mannschaft jetzt auch endlich gefunden haben.
Fussball24:
Wie ging es dir persönlich vor diesem Spiel?
Aigner:
Vorgestern konnte ich noch nicht trainieren, da hatte ich noch Schmerzen.
Ich wollte aber unbedingt spielen und habe auf die Zähne gebissen.
Ich habe keine Lust mehr immer ein Spiel zu spielen und dann wieder verletzungsbedingt draußen zu sein.
Ich wollte unbedingt auflaufen, deswegen waren mir die Schmerzen egal und ich denke, ich konnte dem Team auch weiter helfen.
Fussball24:
Vor der Halbzeit drohte die Situation zu eskalieren. Der Schiedsrichter traf viele strittige Entscheidungen. 1860-Manager Miki Stevic wurde sogar auf die Tribüne geschickt.
Aigner:
Da kommt dann natürlich die Stimmung des Publikums noch mit dazu und hat die Stimmung angeheizt.
Aber ich denke aber, dass der Schiedsrichter die Situation gut im Griff hatte.
Im Endeffekt haben wir drei Punkte geholt und das war ganz, ganz wichtig.
Die Situation mit Stevic habe ich nur am Rande mitbekommen, aber ich denke das kommt halt vor im Derby. Da sind Emotionen immer dabei.
Und wenn man die Derbys verfolgt, etwa 1860 gegen den FC Bayern, da ist immer einer auf die Tribüne geschickt worden.
Ob das jetzt früher der ehemalige Trainer Werner Lorant war, oder heute unser Manager war.
Fussball24:
Das Team war mental stark und ließ auch zum Schluss, als der Druck der Augsburger nochmal größer wurde, keine Chancen zu.
Worauf lässt sich diese mentale Stärke zurück führen?
Aigner:
Das liegt vor allem auch daran, dass- wenn Spieler rauskommen, wie ich oder Charilaos Pappas, die neuen für entsprechend frischen Wind sorgen.
Emanuel Biancucchi und Marcos Antonio haben ihre Sache super gemacht.
Das die zweite Garde eine starke Leistung bringt ist wichtig und zeichnet eine Mannschaft aus.
Deswegen: Hut ab- das war eine starke Mannschaftsleistung.
Fussball24:
1860 München steht seit langer Zeit wieder im Mittelfeld der Tabelle. Werden die Ziele jetzt wieder neu gesetzt?
Aigner:
Bevor die Saison losging hatten wir ja sogar noch ganz andere Erwartungen an die Saison, von denen wir weit davon entfernt sind.
Wir haben jetzt noch ein schweres Spiel bei Union Berlin und da wollen wir auch nochmal drei Punkte holen.
In der Rückrunde können wir dann nochmal richtig Gas geben.
Fussball24:
Wie geht es heute noch für Sie weiter?
Aigner:
Ich fahre jetzt noch mit Philipp Tschauner nach Burghausen zu einer Weihnachtsfeier eines Fanklubs. Zum Glück haben wir gewonnen, sonst wären wir beide wohl kurzfristig Krank geworden (lacht).

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