Rom (dpa) - 23.07.2006, 13:25 Uhr
Marco Materazzi im WM-Finale gegen Frankreich.
Zwei Wochen nach dem Zusammenstoß mit Zinedine Zidane im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Frankreich empfindet der italienische Nationalspieler Marco Materazzi keine Reue.
«Ich empfinde ein bisschen Bitterkeit, aber ich gehe mit erhobenem Haupt», sagte der vom Weltverband FIFA für zwei Spiele gesperrte Materazzi der Zeitung «La Gazzetta dello Sport». Er habe ein reines Gewissen. «Sie haben mir viele schmutzige Dinge angehängt», erklärte Materazzi, aber er könne sich «im Spiegel ins Gesicht» sehen.
Der Spieler von Inter Mailand hatte den Kopfstoß Zidanes im WM- Finale in Berlin durch beleidigende Äußerungen provoziert. Er muss zwei Pflichtspiele pausieren und umgerechnet 3200 Euro Strafe zahlen. Materazzi ist damit bei der WM-Revanche in der EM-Qualifikation gegen Frankreich am 6. September nicht dabei. Der vom Fußball zurückgetretene Zidane erhielt eine Sperre von drei Spielen und eine Geldstrafe in Höhe von 4800 Euro. Der bei der Verhandlung anwesende französische Star erklärte sich dazu bereit, einen dreitägigen Gemeinschaftsdienst mit Kindern und Jugendlichen abzuleisten.