JOHANNESBURG: Soccer-City-Stadion (94 7000), Ellis-Park-Stadion (70 700) PRETORIA: Loftus-Versfeld-Stadion (45 000) BLOEMFONTAIN: Free-State-Stadion (40 000) RUSTENBURG: Royal-Bafokeng-Stadion (40 000) POLOKWANE: Peter-Mokaba-Stadion (40 000) Als Austragungsort für Eröffnung und Finale gilt das Soccer-City-Stadion als größte afrikanische Fußball-Arena. Die Halbfinalspiele sollen in den neuen Stadien in Kapstadt und Durban ausgetragen werden. Die Entscheidungen trifft die FIFA, die für den Juni 2008 eine Stadion-Inspektion vorgesehen hat. TOURISMUS: Südafrika erwartet 350 000 bis 500 000 ausländische Besucher. Bis Februar 2006 fehlten nach Angaben des Tourismus-Ministeriums noch bis zu 180 000 Touristenbetten. Der Bereich gilt aber als am wenigsten problematisch. Das Tourismusland Südafrika hat gut 11 000 registrierte Unterkünfte in allen Preis- und Leistungsklassen. Dem Weltverband FIFA hat Südafrika 17 936 Hotelzimmer vertraglich zugesichert. KLIMA IM JUNI/JULI: Auf der Südhalbkugel herrscht Winter, was tagsüber eine stabile sonnige Wetterlage mit Temperaturen von 20 bis 25 Grad Celsius, abends und Nachts aber je nach Lage Temperaturen bis in den Minusbereich bedeutet. SICHERHEIT: In diesem Problemfeld der WM sollen 176 000 Polizisten und 40 000 Reservisten einsatzbereit sein. Zudem wird eine große Rolle den privaten Sicherheitsdiensten im Lande zukommen, die mindestens das zweifache der Polizeikräfte aufbieten können. Im vergangenen Jahr sind in Südafrika nach offizieller Statistik 18 000 Menschen ermordet worden. TRANSPORT: Wegen unzureichender Nahverkehrsnetze wird die Hauptlast des Transports zu den Stadien auf Bussen und Sammeltaxen liegen. Sie werden von fast zwei Dritteln aller Pendler in Südafrika genutzt. Wegen des unzureichenden Schienenverkehrs wird der Flugverkehr die Hauptlast des Transports zwischen den WM-Städten tragen müssen. In Durban entsteht ein neuer Flughafen, die Airports in Johannesburg und Kapstadt werden bereits modernisiert. EINTRITTSKARTEN: Das OK hat bei seiner Bewerbung mit 2,7 Millionen Karten geplant, bei Preisen zwischen 16 und 853 Euro. Diese Zahlen haben sich nach der Auswahl der zehn Stadien verändert. Die FIFA will die Preise später festlegen. Die Vermarktung der Tickets hat der Weltverband einer Agentur übertragen. FINANZIERUNG: Das südafrikanische Organisationskomitee hat in seinen Bewerbungsunterlagen vor zwei Jahren 476 Millionen Dollar (374 Millionen Euro) als Organisationskosten angegeben. Der Weltverband FIFA plant mit festen Einnahmen von etwa drei Milliarden Euro und will das OK mit einer hohen Summe unterstützen. Bei der Deutschland- WM beträgt dieser Zuschuss 370 Millionen Euro. Die Regierung hat für Infrastrukturkosten 1,6 Milliarden Euro garantiert, für die Beteiligung am Stadionbau 627 Millionen Euro.
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