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Ronaldinho entschuldigt sich für schlechte WM

Rio de Janeiro (dpa) - 12.07.2006, 13:50 Uhr

Ronaldinho geht nach dem WM-Aus enttäuscht vom Platz.
Ronaldinho geht nach dem WM-Aus enttäuscht vom Platz.

Brasiliens Superstar Ronaldinho hat sich für das Scheitern der brasilianischen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Deutschland entschuldigt.

«Viele haben eine brillante Vorstellung von unserer Auswahl und vor allem von meiner Seite erwartet. Aber die gab es nicht», sagte der 26-Jährige vom FC Barcelona auf seiner Homepage (ww.ronaldinhogaucho.com). «Ich bedauere es, dass wir ausgeschieden sind ohne zu zeigen, was wir können und zu was wir fähig sind.»

Er sei traurig, dass sein Traum vom zweiten WM-Titelgewinn nach 2002 nicht erfüllt wurde. «Nichts, was ich sage, kann das Geschehene ändern. Aus diesem Grund möchte ich mich entschuldigen, dass ich zusammen mit meinen Kollegen den Titel nicht geholt habe», sagte Ronaldinho. Er habe einen Monat Urlaub und werde diesen nutzen, um sich körperlich und mental zu erholen und in der neuen Saison in die «Seleção» zurückkehren. «Dieses Mal konnten wir den sechsten WM-Titel nicht holen, aber mit der Unterstützung von allen werden wir die Fehler, die wir bei der Weltmeisterschaft 2006 gemacht haben, verbessern und stärker als zuvor versuchen, die 'Hexa' 2010 zu gewinnen.»

Während sich Ronaldinho nach dem 0:1 im Viertelfinale gegen den späteren Vize-Weltmeisterschaft Frankreich vor knapp zwei Wochen einsichtig zeigte, wehrte sich sein Kollege Ronaldo gegen die Kritik an der Startruppe. «Ich habe die Kritik gesehen und gehört, und sie scheint mir stark übertrieben», sagte der 29-jährige Stürmer bei einer Pressekonferenz in Rio de Janeiro.

Der fünfmalige Weltmeister sei zwar «unter den Erwartungen» geblieben, gab Ronaldo zu und betonte: «Brasilien wird sicher nicht jeden Pokal gewinnen, trotzdem sind wir die beste Mannschaft der Welt.» Ronaldo nahm auch Trainer Carlos Alberto Parreira in Schutz, der die Brasilianer 1994 zum vierten WM-Titel geführt hatte: «Der Coach kann nicht der einzige Schuldige an der Niederlage der Nationalmannschaft sein.»


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