Bei den Spaniern zeigt nach dem tollen Einstand beim 4:0 gegen die Ukraine die Kurve nach unten. «Im ersten Spiel bot die Selección tollen Fußball, beim 3:1 gegen Tunesien gewann sie mit Kampf und Furie, gegen Saudi-Arabien sah man von all dem überhaupt nichts mehr», analysierte die Zeitung «El Periódico». Aragonés räumte ein: «Die Saudis hätten das Spiel sogar gewinnen können.» Der «Weise von Hortaleza», wie der Trainer mit Bezug auf seinen Madrider Heimatbezirk genannt wird, will die Partie möglichst rasch vergessen und gab die Parole aus: «Die eigentliche WM beginnt jetzt erst.» Allerdings trifft sein Team in Hannover genau auf den Rivalen, von dem Aragonés immer wieder gesagt hatte: «Frankreich ist der Gegner, den ich am wenigsten haben möchte.» Nach der Blamage der Reservisten wird dem Trainer die Aufstellung wenig Kopfzerbrechen bereiten. Nur ein Problem, mit dem er sich schon seit Monaten herumärgern muss, bleibt ihm erhalten - nämlich die Frage: Gehört Kapitän Raúl in die Stammelf oder auf die Ersatzbank? Der Madrilene lässt im Kampf um einen Platz im Sturm nicht locker. David Villa scheint bereits um seinen Posten zu fürchten. Der Torjäger des FC Valencia wirkte nach seiner Einwechslung in der Partie gegen Saudi-Arabien verkrampft und nervös. Er spielte eigensinnig und war unbedingt darauf aus, sich mit einem Torerfolg hervorzutun. «Er wollte sich unbedingt vom Schatten Raúls befreien», schrieb «El País». «Es sollte ihm aber nicht gelingen.»
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