Togos Trainer Otto Pfister bleibt optimistisch
Vaduz (dpa) - 03.06.2006, 13:14 Uhr
Togos Trainer Otto Pfister (2. v. r.) erklärt seinem Team eine Trainingsübung.
Beim schwachen Auftritt Togos vor den schneebedeckten Bergen in Liechtenstein kam nur Trainer Otto Pfister auf Betriebstemperatur. «Mit dem Resultat bin ich unzufrieden. Meine Buben haben eine gewisse Leichtigkeit des Seins, nehmen alles leger», sagte der 68 Jahre alte Deutsche nach dem mageren 1:0 im kühlen Vaduz gegen den Weltranglisten-123. Doch der Trainer-Fuchs war weit davon entfernt, den Stab über seine Mannschaft zu brechen. Im Gegenteil: «Wir sind erst bei 70 Prozent und können gegen jede Mannschaft mitspielen. Angst haben wir vor keinem, sondern wir werden uns so teuer wie möglich verkaufen», sagte er. Testspiele sind für Pfister ohnehin nur ein lockeres Training und entsprechend ordnete er auch die Leistungen der Gruppengegner bei Togos erster Teilnahme an einer Fußball-WM ein: «Südkoreas Spiel gegen Norwegen muss auch nicht das Gelbe vom Ei gewesen sein. Da mache ich mir keine Sorgen», sagte Pfister über den ersten Gegner am 13. Juni in Frankfurt/Main. Und auch das Schweizer 1:1 gegen Italien fand er spielerisch wenig beeindruckend: «Die sind aufeinander losgegangen wie die Tiere. Eine einzige Klopperei.»
Togos Vorteil sei, als junge Mannschaft ohne Druck aufspielen zu können. «Zwar fehlt meinen Jungs ab und zu die Seriosität. Sie machen nicht mehr als notwendig und denken, es geht alles von selbst», erklärte Pfister. »Allerdings können sie sich mit der Situation mental steigern und eine unheimliche Stärke entwickeln.» Togos ersten Pflichtspielsieg des Jahres 2006 stellte Mohamed Kader (EA Guingamp) sicher. Sein Treffer in der 55. Minute war die einzig sehenswerte Aktion eines Spiels, für das sich kaum einer der 2700 Zuschauern im Vaduzer Rheinpark-Stadion erwärmen konnte. Liechtensteins Trainer Martin Andermatt war sich sicher: «Als Schweizer bin ich überzeugt, dass die Schweiz bei der WM gegen Togo gewinnt.»
|