Sie sind hier: Startseite > WM 2006 > Vorrunde > Gruppe E > Spielberichte > Artikel

Jetzt  Neu! Der Fussball24-Newsreader

News-Feed
Was ist das?
 

 Impressum
 Datenschutzerklärung
 Sitemap
 
Forexhandel
Euroweb Sportförderung
 

Italien Sieger im «Finale Furioso» - Tschechien raus

Hamburg (dpa) - 22.06.2006, 22:58 Uhr

Die Italiener feiern ihren Sieg gegen Tschechien.
Die Italiener feiern ihren Sieg gegen Tschechien.

Italien hat im nervenaufreibenden Zitterspiel der Gruppe E mit dem 2:0 (1:0)-Erfolg gegen Tschechien kühlen Kopf bewahrt und als Gruppensieger das Achtelfinale der Weltmeisterschaft erreicht.

Unbeeindruckt vom Wirbel um den Fußball-Skandal in der Heimat, gewann der dreimalige Weltmeister in Hamburg das «Finale Furioso» gegen den vermeintlichen Geheimfavoriten. Das Aus für die erstmals seit 1990 für eine WM qualifizierten Tschechen besiegelte im Fernduell WM-Debütant Ghana. In der K.o.-Runde treffen die nun seit 21 Spielen unbesiegten «Azzurri» am 26. Juni in Kaiserslautern auf Australien.

Trainer Marcello Lippi bewies ein «goldenes Händchen», denn die beiden eingewechselten Marco Materazzi mit seinem ersten Länderspieltor (26. Minute) und Filippo Inzaghi (87.) sorgten für den am Ende ungefährdeten Sieg der Italiener. Die hätten noch höher gewinnen müssen, zumal Tschechien nach der Gelb-Roten Karte gegen Jan Polak (45.+2) eine Halbzeit lang in Unterzahl spielte. Der überragende Pavel Nedved mühte sich redlich, doch er war gegen seine Kollegen aus der Serie A in seinem wohl letzten Länderspiel meist auf sich allein gestellt.

Nach dem Schlusspfiff nahm Italiens Torwart Gianluigi Buffon seinen Clubkollegen von Juventus Turin in den Arm und spendete ihm Trost. Buffon selbst erntete ein dickes Lob von Lippi, eine Seltenheit bei dem Trainer: «Ich spreche nicht über Einzelne, aber Buffon war natürlich schon sehr stark.» Der in seiner Heimat oft mit Kritik bedachte Coach wirkte erleichtert: «Das war aus vielen Gründen ein wichtiges Ziel», sagte er mit Blick auf die kommende Woche anstehenden Sportgerichtsverfahren um Spiel-Manipulationen in der italienischen Liga.

Tschechiens Trainer Karel Brückner lehnte es kurz nach der Partie ab, über seine und die Zukunft seiner Spieler aus der «Goldenen Generation» zu sprechen: «Ich plane jetzt gar nichts. Dafür ist es noch viel zu früh», brummte er. Als Gründe für das unerwartete Ausscheiden nannte er die vielen Ausfälle, darunter die gesperrten Tomas Ujfalusi und Vratislav Lokvenc sowie Jan Koller, der mit einem Muskelfaserriss zusehen musste: «Es sprachen viele Faktoren gegen uns und dazu auch noch wir selbst», sagte Brückner. Für Milan Baros war nach dem 3:0-Auftaktsieg gegen die USA schon das 0:2 gegen Ghana entscheidend: «Aber wir müssen akzeptieren, dass Italien und Ghana die besseren Mannschaften waren.»


Die ersatzgeschwächten Tschechen konnten erstmals im Turnier auf den von einer Fersenverletzung genesenen Baros als Sturmspitze zurückgreifen. Im Wissen, dass ihnen nur ein Sieg das Weiterkommen aus eigener Kraft sichern würde, drängten die Tschechen auf ein frühes Tor und zogen ihr gefürchtetes Offensivspiel auf. Doch die Italiener hatten in Buffon einen starken Rückhalt. Er entschärfte Schüsse von Baros (8.) und Nedved (12., 16.). Als auch noch Innenverteidiger Alessandro Nesta verletzt ausgewechselt werden musste (17.), schien das den Tschechen in die Karten zu spielen. Doch es kam anders.

Kaum war in Nürnberg das 1:0 für Ghana gegen die USA gefallen, schraubte sich der gerade eingewechselte Materazzi bei einer Ecke des diesmal starken Totti am höchsten. Per Kopf erzielte der 1,93 Meter lange Verteidiger von Inter Mailand mit der ersten Chance der Italiener die Führung. Die tschechischen Fans, die bis dahin für ein Heimspiel im Hamburger WM-Stadion gesorgt hatten, wurden merklich ruhiger. Und auch die Kunde vom Ausgleich in Nürnberg sorgte nur kurz für Hoffnung, weil Polak nach seinem zweiten Foul des Feldes verwiesen wurde. Als Ghana dann erneut in Führung ging, setzte niemand mehr einen Pfifferling auf Nedved & Co.

Die Italiener waren in der zweiten Halbzeit drückend überlegen und hätten durch Totti (53.), Mauro Camoranesi (64.) und Inzaghi (68., 83.) weitere Tore schießen können. Die Tschechen waren am Ende ihrer Kräfte. Baros hatte sich aufgerieben und ging nach einer guten Stunde vom Platz. Lediglich Nedved lehnte sich noch gegen das drohende Aus auf, doch Buffon parierte auch die letzte Möglichkeit seines Clubkollegen (70.). Der für den verletzten Christian Vieri nachnominierte Inzaghi setzte mit seinem 22. Tor im 50. Länderspiel den Schlusspunkt.

Weitere Fussball-Nachrichten aus dem Archiv
18.06. 13:01 - Rückschlag für Italien im Kampf ums Achtelfinale
17.06. 23:11 - 1:1 gegen USA: Rückschlag für Italien im Kampf ums Achtelfinale
17.06. 22:48 - Italien nur 1:1 gegen die USA - Drei Platzverweise
12.06. 23:23 - 2:0 gegen Ghana: Starke Italiener
12.06. 21:26 - Rosicky trifft doppelt - Tschechien schlägt USA 3:0
12.06. 19:58 - Tschechien startet überzeugend - 3:0-Sieg gegen USA
12.06. 19:49 - Koller und Rosicky schießen Tschechien zum 3:0-Sieg
 
Alle älteren Artikel gibt's im News Archiv.
Fanartikel DFB Pokal Karten Sky bestellen
Fan von Fussball24 auf Facebook werden
Fußball Newsletter - Informationen und Anmeldung
Das große Fußball 24 Forum
fussball-im-verein.de - Spieler, Funktionäre und Fans immer am Ball
...weitere Themen

Internetagentur bigidea.de | Eishockey | primera-division.com