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US-Coach Arena kritisiert Team

Hamburg (dpa) - 13.06.2006, 14:41 Uhr

US-Trainber Bruce Arena beantwortet in Hamburg die Fragen der Journalisten.
US-Trainber Bruce Arena beantwortet in Hamburg die Fragen der Journalisten.

USA-Trainer Bruce Arena will seine Mannschaft nicht wiedererkannt haben. «Das war technisch eines der schlechtesten Spiele, die ich je von dem Team gesehen habe», kritisierte der 54 Jahre alte Coach seine Spieler.

Einen Tag nach dem ernüchternden 0:3 im Auftaktspiel gegen Tschechien in Gelsenkirchen hatte sich lediglich der Trainer zur Pressekonferenz im Hamburger Mannschaftsquartier getraut. Spieler blieben dem Termin vorsorglich fern.

«Ich bin vor allem von dem sehr geringen Selbstvertrauen enttäuscht. Da hatte ich mehr erwartet», sagte Arena, der insbesondere in seiner Offensivabteilung gravierende Defizite ausgemacht hatte. Der Viertelfinalist von 2002 steht schon nach der Auftaktbegegnung in Gruppe E mit dem Rücken zur Wand. Vier Tage vor dem vorentscheidenden Spiel gegen Italien in Kaiserslautern kündigte Arena Umwälzungen in seinem Team an. «Ich werde Änderungen vornehmen, die gleiche Elf wird nicht noch mal spielen. Aber ich sage nicht, welche.»

Der frühere Torwart räumte ein, dass das große Selbstbewusstsein, mit dem die Mannschaft nach Deutschland gereist war, gelitten habe. «Wir sind aber nicht im Koma», beteuerte Arena und gab die Parole aus: «Es sind noch sechs Punkte zu gewinnen.» Neben der Enttäuschung über die eigene Mannschaft machte er seinem Ärger über den Rasen Luft. «Der Platz war zu trocken. Wasser hätte vielleicht geholfen. Wir haben das bei der FIFA angemerkt.»

Gegen die Italiener, die mit 2:0 gegen Ghana gewonnen hatten, erwartet der US-Trainer ein «komplett anderes Spiel». Die Italiener seien eine Mannschaft, «die sehr leicht zu analysieren, aber gegen die sehr schwer zu spielen ist». Fragen zum Manipulations-Skandal im italienischen Fußball beantwortete Arena lediglich mit ratlosen Blicken. «Welcher Skandal?», fragte der US- Coach verwundert und schlussfolgerte: «Vielleicht brauchen auch wir einen Skandal, um besser zu spielen.»


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