Die iranische Fußball-Nationalmannschaft hat nach ihrem Vorrunden-Aus bei der Fußball-WM die Heimreise angetreten. Der Iran hatte nach 1978 und 1998 zum dritten Mal an einer Weltmeisterschaft teilgenommen, in der Gruppe D jedoch nur den letzten Platz belegt.
Die iranischen Kicker hatten ihr WM- Quartier vor rund drei Wochen in Friedrichshafen-Schnetzenhausen am Bodensee aufgeschlagen. Für Wirbel sorgte immer wieder die Politik - der umstrittene iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte angekündigt, das Team möglicherweise in Deutschland zu besuchen.
Trotz strengster Sicherheitsvorkehrungen präsentierte sich die Mannschaft offen und unkompliziert. Eine Signierstunde vor einem Training lockte hunderte Fans an, zu einem Testspiel gegen eine Bodenseeauswahl strömten 5000 Zuschauer ins Zeppelin-Stadion. Demonstrationen gegen den wegen seiner antisemitischen und antiisraelischen Äußerungen umstrittenen Ahmadinedschad gab es am Bodensee nicht. Bei den WM-Spielen des Iran hatte es hingegen Proteste gegeben.