Für die Nationalmannschaft Irans geht es in der Partie gegen Portugal in Frankfurt schon um alles. Nach der 1:3-Niederlage gegen Mexiko will die Mannschaft von Trainer Branko Ivankovic ihre letzte Chance nutzen.
«Wir haben uns noch längst nicht aufgegeben. Die Mannschaft wird eine Trotzreaktion zeigen», sagte Verbandspräsident Mohammad Dagdan.
Im iranischen Lager ist die anfängliche Euphorie über die «beste Mannschaft aller Zeiten» verflogen. Nach der Auftaktniederlage musste Trainer Ivankovic harte Kritik iranischer Medien einstecken, auf die der sonst so souveräne Kroate zunehmend gereizt reagierte. Bei einer weiteren Schlappe wäre nicht nur der Traum vom erstmaligen Erreichen der zweiten Runde bei einer WM beendet, sondern wohl auch seine Zeit als Nationalcoach. «Wir werden unser Herz und den Körper auf dem Feld haben und etwas für die Menschen tun», versprach der Coach, dessen Vertrag nach der WM ausläuft.
Der heftig umstrittene Altstar und ehemalige Bundesliga-Profi Ali Daei hat seine Rückenbeschwerden überwunden und könnte zumindest wieder auf der Bank sitzen. «Ich gehe davon aus, dass er spielen kann. Er ist nach wie vor ein wichtiger Spieler für uns. Es ist nicht richtig, ihn als Sündenbock abzustempeln», sagte Ivankovic. Für den ehemaligen Welttorjäger könnte zunächst Arash Borhani in den Sturm rücken. Auch Ferydoon Zandi vom 1. FC Kaiserslautern ist nicht für die erste Elf vorgesehen.