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WM-Comeback der Niederlande geglückt - 1:0-Sieg

Leipzig (dpa) - 11.06.2006, 21:09 Uhr

WM-Comeback der Niederlande geglückt - 1:0-Sieg
Arjen Robben setzt nach seinem Treffer zum Torjubel an.

Acht Jahre nach dem bitteren Halbfinal-Aus bei der Weltmeisterschaft in Frankreich und vier Jahre nach der verpassten Qualifikation für die Endrunde in Asien meldete sich die Niederlande mit einem 1:0-Auftaktsieg gegen Serbien-Montenegro zurück.

Angeführt vom überragenden Arjen Robben feierte das «Oranje»-Team damit ein gelungenes Comeback auf der WM-Bühne, doch anschließend musste sich der Siegtorschütze sogar Vorwürfe aus den eigenen Reihen gefallen lassen. Der deutsche Schiedsrichter Markus Merk dagegen verdiente sich bei diesem Spiel Bestnoten.

Der nach der Partie von Mitspieler Robin van Persie kritisierte Robben erzielte vor 37 216 Zuschauern in Leipzig in der 18. Minute das Tor des Tages. Der 22 Jahre alte Stürmer vom FC Chelsea war aber auch sonst Dreh- und Angelpunkt in der Mannschaft von Trainer Marco van Basten. Er brachte die in der Qualifikation mit nur einem Gegentor bestechende Defensive des Zwei-Nationen-Teams Serbien- Montenegro ein ums andere Mal in Verlegenheit.

Trotz seiner Gala musste sich Robben schwere Vorwürfe von Van Persie anhören, der ihm Egoismus vorwarf: «Manchmal trifft er Entscheidungen, die gut für ihn sind, aber nicht für das Team», schimpfte der Arsenal-Stürmer: «Aber er muss auch seine Mitspieler beachten. Wir müssen begreifen, dass wir zusammenspielen. Denn wir wollen im Turnier noch sechs Spiele gewinnen. Das kann er nicht allein.»

Der Bondscoach dagegen lobte seinen Torschützen. «Ich bin froh, dass wir ihn hatten», sagte Van Basten nach seinem geglückten WM-Debüt als Trainer über Robben. Der Torschütze wollte seine Leistung jedoch nicht in den Vordergrund stellen: «Das Wichtigste ist, dass wir uns als Team gezeigt und gekämpft haben.»


Während der Europameister von 1988 mit den ersten drei Punkten in der schweren Gruppe C wie tags zuvor Argentinien bereits den Grundstein für den Einzug ins Achtelfinale gelegt hat, geht es für Serbien-Montenegro in Gelsenkirchen gegen Argentinien bereits um Alles oder Nichts.

Doch auch hier deutet sich ein Hauskrach an. Der zwei Minuten vor dem Wechsel für den überforderten Robben-Gegenspieler Nenad Djordjevic eingewechselte Ognjen Koroman kritisierte massiv die Taktik von Trainer Ilija Petkovic. «Ich sehe keine Logik darin, so defensiv anzutreten. Hätten wir die Holländer attackiert, hätten wir sie schlagen können», meinte Koroman. «Wenn wir gegen Argentinien so spielen, haben wir keine Chance.» Stürmerstar Mateja Kezman nahm ebenfalls kein Blatt vor den Mund: «Wir hängen da vorne in der Luft. Wenn wir nicht anfangen, nach vorn zu spielen, fliegen wir aus dem Turnier.»

Die «englische» Sturmreihe mit Robben, dem blass gebliebenen Ruud van Nistelrooy und Van Persie hatte schnell das Abwehrbollwerk um den Schalker Bundesliga-Profi Mladen Krstajic geknackt. Van Persie verlängerte einen langen Pass von Mark van Bommel auf den lauernden Robben, der den herauslaufenden Torwart Dragoslav Jevric mit einem überlegten Flachschuss überwand. «Wir haben einen Fehler gemacht und sind dafür bestraft worden», sagte Trainer Ilija Petkovic.

Die frühe Führung löste die Fesseln bei den Niederländern. Sie wurden sicherer, ließen den Ball durch ihre Reihen laufen und setzten immer wieder geschickt den glänzend aufgelegten Robben in Szene. In der 22. Minute prüfte er Jevric mit einem Linksschuss aus 20 Metern. In der 37. Minute strich sein Flachschuss haarscharf am Pfosten vorbei. Die Balkan- Kicker erspielten sich bei hoch sommerlichen Temperaturen vor allem über die anfällige rechte Seite der Niederländer einige gute Chancen, waren im Abschluss aber zu harmlos.

Auch in der zweiten Halbzeit gaben sich die «Blauen» nicht auf. Fast wäre Koroman noch der Ausgleich geglückt. Seinen tückischen Aufsetzer aus 16 Metern hielt Torhüter Edwin van der Sar erst im Nachfassen (71.). Auch der eingewechselte Stuttgarter Bundesliga- Profi Danijel Ljuboja konnte nichts mehr ausrichten. Bei den Niederländern kam der Hamburger Khalid Boulahrouz noch zu einem Kurzeinsatz, während sein Clubkamerad Rafael van der Vaart auf der Bank schmorte.

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