«Es sieht nicht gut aus», meinte Eriksson nach dem Spiel. «Wir werden für ihn beten», sagte Steven Gerrard. Owens Frau habe nur noch geweint, berichtete ein FA-Sprecher. «Das ist niederschmetternd», sagte Kapitän Beckham zur Tragik des aktuell erfolgreichsten englischen Stürmers (36 Tore). Erst vor einem Monat war Owen, der sich am 31. Dezember den Fuß gebrochen hatte, zurückgekehrt. Trainer Eriksson steckt im Dilemma, denn in Wayne Rooney, Peter Crouch und dem erst 17 Jahre alten und total unerfahrenen Theo Walcott stehen ihm für das Duell mit Ecuador am 25. Juni in Stuttgart nur noch drei Stürmer zur Verfügung. Zudem ist der Einsatz von Rio Ferdinand (Leistenbeschwerden) fraglich. «Aber ich mache mir keine Sorgen. Mit Gerrard oder Joe Cole haben wir Alternativen», betonte der Coach und hofft auf Rooney-Tore: «Er wird immer besser.» An Rooneys Stelle bewiesen Cole (34.) mit seinem Traumtor zum 1:0 und Gerrard (85.) mit dem Kopfball zum 2:1 Torjägerqualitäten. «Zwei fantastische Tore», sagte Eriksson. Es reichte aber nicht zum ersten englischen Sieg gegen Schweden seit 38 Jahren. Die zunächst harmlosen Skandinavier trumpften nach der Pause auf und wirbelten Englands Abwehr durcheinander. «Defensiv müssen wir uns steigern, solche Tore aus Standardsituation dürfen wir nicht mehr zulassen», sagte Eriksson nach den Treffern von Marcus Allbäck (51.) und Henrik Larsson (90.). «Bis auf die Gegentore war alles perfekt. Wir haben Deutschland vermieden und sind Gruppensieger. Ich bin sehr glücklich», stellte Eriksson trotz der Owen-Verletzung erleichtert fest. Auf dem Weg zum ersten WM-Titel seit 40 Jahren will sich der Weltmeister von 1966 auch nicht von Ecuador stoppen lassen. «Ecuador hat technisch sehr versierte Spieler. Sie werden uns das Leben schwer machen, aber wir wollen ins Finale und werden deshalb gewinnen», kündigte der 58- Jährige an und verabschiedete sich mit einem Gruß an seinen schwedischen Kollegen Lars Lagerbäck aus Köln: «Viel Glück am Samstag - und haut die Deutschen raus.»
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