Zuerst war es die schwedische TV-Moderatorin Ulrika Jonsson, dann folgte die Liaison mit Faria Alam, die nicht nur Sekretärin beim Verband, sondern auch die Geliebte von Erikssons Chef bei der FA war. Dank satter Gagen plauderten die Damen gerne intime Bettgeheimnisse aus. Leisten kann sich Eriksson solche Eskapaden allemal. Als er im Juli 2003 mit dem russischen Multi-Milliardär Roman Abramowitsch, Besitzer des FC Chelsea, Geheimverhandlungen führte und die FA davon erfuhr, belohnte ihn der Verband mit einer Gehaltserhöhung. Mit jährlich 7,5 Millionen Euro ist Eriksson einer der höchstdotierten Nationaltrainer. Eine Luxusreise ins Sieben-Sterne-Hotel Burj Al Arab nach Dubai Anfang Januar dieses Jahres wurde Eriksson zum Verhängnis. Nach zwei 680 Euro teuren Flaschen Champagner geriet er ins Plaudern. Er zog über mehrere Nationalspieler her, zeigte Interesse am Trainerposten bei Aston Villa und bezeichnete drei Premier-League-Clubs als korrupt. Dumm gelaufen für Eriksson, denn der «Scheich» war ein Undercover-Reporter des Boulevardblattes «News of the World». In diesen Tagen wird Eriksson an seinen folgenschweren Wüstentrip erinnert, wenn er mit dem Mannschaftsbus durch Bühlertal hoch zum Trainingsgelände fährt. «Aston Villa, Käufer gesucht. Ein reicher Scheich würde reichen», steht auf einem weißen Laken, das ein englischer Fan an einen Zaun am Straßenrand gebunden hat.
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