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Katerstimmung bei Schweden

Bremen (dpa) - 12.06.2006, 15:19 Uhr

Tobias Linderoth und Fredrik Ljungberg (unten) beim Stretching.
Tobias Linderoth und Fredrik Ljungberg (unten) beim Stretching.

Zwei Tage nach dem enttäuschenden torlosen Remis gegen Trinidad und Tobago herrscht im schwedischen Lager immer noch Katerstimmung. Ein Streit zwischen Kapitän Olof Mellberg und Fredrik Ljungberg nach dem Spiel in Dortmund stand im Mittelpunkt der Diskussionen.

«Es war nichts Persönliches, es ging um die Art und Weise, wie sich das Spiel entwickelt hatte», sagte Ljungberg in Bremen. Beide hätten sich bereits ausgesprochen. «Ich habe Respekt vor ihm», meinte Ljungberg. Seiner Ansicht nach hatten die Innenverteidiger Mellberg und Teddy Lucic die Offensive mit zu vielen langen Bällen gefüttert. Bereits bei der WM vor vier Jahren in Japan und Südkorea waren die beiden Streithähne aneinander geraten. Für Trainer Lars Lagerbäck war die Angelegenheit «ein kleiner Streit, der normal ist. Es war nichts Großes, und jetzt ist es vorbei». Man müsse eine Diskussion in der Kabine nicht größer machen als sie sei, betonte er auf wiederholte Nachfragen von schwedischen Journalisten. «Auch Sie gehen nicht mit jedem ein Bier trinken, so ist es bei den Spielern eben auch.»

Alle hätten große Erwartungen an die Auftaktpartie in der Gruppe B gehabt. «Wir haben gestern in einer langen Analyse alles besprochen, und ich stehe dazu, die Spieler haben gut gearbeitet», bekräftigte er. Möglicherweise hätte man mehr Geduld aufbringen müssen. Gegen Paraguay am 15. Juni (21.00 Uhr) in Berlin müsse seine Mannschaft drei Punkte einfahren. «Das ist enorm wichtig. Wir denken jetzt nur daran, die Gruppenphase zu überstehen. Ich mache mir keine Gedanken, ob wir noch Weltmeister werden können», sagte Lagerbäck zu den Erwartungen in seinem Heimatland, wo das Nationalteam nach der guten Qualifikation zum Teil hoch gehandelt wurde.

Ungeachtet des Fehlstarts kamen Hunderte schwedischer Fans ans Weserstadion und feuerten ihr Team mit Schlachtrufen an. Wieder mit dabei war auch Stammtorhüter Andreas Isaksson, der nach einer auskurierten Gehirnerschütterung gegen Paraguay und am 20. Juni gegen England zwischen den Pfosten stehen soll. Ljungberg berichtete von einem geschwollenen Knie, das ihn aber nicht am Spieleinsatz gegen Paraguay hindern werde. «Die Partie gegen Paraguay ist enorm wichtig, wir müssen gewinnen», sagte der Profi vom FC Arsenal.


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