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Saudis kämpfen um die letzte Chance

Mannheim (dpa) - 22.06.2006, 14:58 Uhr

Marcos Paquetá (l) ruft seinen Spielern im Spiel gegen Tunesien Anweisungen zu.
Marcos Paquetá (l) ruft seinen Spielern im Spiel gegen Tunesien Anweisungen zu.

Für Saudi-Arabiens Trainer Marcos Paquetá ist nichts unmöglich. Auch einen Sieg im letzten Spiel der Vorrunde H gegen den Achtelfinalisten Spanien in Kaiserslautern schließt der 47-jährige Coach aus Brasilien nicht aus.

«Nicht immer die vermeintlich Stärksten setzten sich im Fußball durch. Es ist alles möglich. Wir werden bis zur letzten Chance um die Qualifikation für das Achtelfinale kämpfen.» Allerdings muss Paquetá auf seine verletzten Stammspieler Al-Ghamdi und den Torjäger Al-Khatani verzichten, der in 45 Länderspielen 33 Tore schoss und den ersten WM-Treffer beim 2:2 gegen Tunesien markierte.

Mit bisher nur einem Punkt ist die Ausgangsposition jedoch fast aussichtslos. Die Saudis erreichen nur dann das Achtelfinale, wenn die Ukraine gegen Tunesien verliert und die «Grünen Falken» gegen Spanien hoch gewinnen. Überraschend bleibt Torwart Mabrouk Zaid erste Wahl, obwohl sich der Keeper beim 0:4 gegen die Ukrainer zwei schwere Fehler leistete.

Der Respekt vor dem Team von Trainer Luis Aragones ist sehr groß, obwohl der 67-jährige Spanier eine Reservemannschaft angekündigt hat. «Wir werden nicht um jeden Preis auf Offensive setzen, sondern wie alle anderen Mannschaften gegen Spanien vorsichtig taktieren», meinte Paquetá am Donnerstag im Trainingsquartier in Mannheim. Die berufliche Zukunft des Südamerikaners, der als 13. Trainer in den vergangenen 15 Jahren das Amt erst im Dezember 2005 übernommen hatte, steht auf dem Spiel.


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