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Stimmen zum Spiel Ecuador - Deutschland

20.06.2006, 19:48 Uhr

Michael Ballack jubelt nach dem dritten Vorrundensieg der deutschen Elf.
Michael Ballack jubelt nach dem dritten Vorrundensieg der deutschen Elf.

Michael Ballack: «Einen solch hohen Sieg haben wir nicht erwartet. Es war schon überraschend, weil Ecuador bislang einen guten Eindruck hinterlassen hat. Es lief von Anfang an gut, wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht. Es ist wichtig für uns, dass wir uns Selbstvertrauen geholt haben. Jetzt kommen die dicken Brocken.»

Lukas Podolski: «Viele haben mir im Vorfeld gewünscht, dass ich das Tor mache. In der 57. Minute hat es dann endlich geklappt.»

Miroslav Klose: «Ich denke, dass wir heute eine absolute Top- Einstellung an den Tag gelegt haben. Wir haben von der ersten Minute an überzeugt. Ich bin stolz, dass ich so eine Mannschaft habe und dass ich meine Form aus der Bundesliga in die WM bringen konnte. Wer mich kennt, weiß aber, dass ich noch nicht am Ziel bin. Die Mannschaft hat noch großes vor, und daran arbeiten wir jeden Tag.»

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Robert Huth: «Es ist wichtig, dass wir als Sieger vom Platz gegangen sind. Wir haben gut gespielt. Ich habe mir sicher keine Steine in den Weg gelegt für die nächsten Spiele.»

Torsten Frings: «Wir haben heute defensiv noch besser gestanden. Wir haben die Räume sehr eng gemacht. Gegen Polen war das schon gut, heute war es fast sehr gut. Es war sehr schwer, bei diesem Wetter zu spielen, es war sehr heiß, es gab wenig Luft, aber es war ein Zeichen von uns, dass wir uns quälen können. Wir waren von Turnierbeginn an bei den anderen Nationen Mitfavorit, wenn auch vielleicht nur aus Höflichkeit. Mittlerweile glaube ich, dass jeder Respekt vor uns hat. Niemand will mehr gegen die deutsche Mannschaft spielen.»


Jürgen Klinsmann (Bundestrainer): « Wir sind sehr zufrieden. Wir haben die Gruppe souverän gewonnen und die maximale Punktzahl erreicht. Jetzt geht es aber erst richtig los bei den K.o.-Spielen, die werden viel, viel schwieriger als die Gruppenspiele. Deshalb werden wir das jetzt schnell abhaken und uns intensiv vorbereiten. Unsere Stürmer sind sehr gut drauf. Sie gehen einen hohen Rhythmus und werden dafür mit Toren belohnt. Je weiter es im Turnier geht, desto schwieriger wird es jedoch, Tore zu erzielen. Deshalb müssen sie dann noch stärker sein. Es ist wichtig für uns, dass wir hoffentlich in den drei gleichen Stadien noch einmal spielen können. Da fühlen wir uns sehr wohl. Das ist wichtig für das Selbstvertrauen und die Moral. Die Mannschaft wird immer hungriger.»

Luis Fernando Suarez (Nationaltrainer Ecuador): «Wir müssen versuchen, das nächste Spiel besser zu gestalten. Die Deutschen waren uns klar überlegen. Heute waren wir nicht so richtig bei uns, wir haben nie richtig in unseren Rhythmus gefunden, Das müssen wir im nächsten Spiel abstellen, dann werden wir mit der besten Mannschaft antreten können.»

Joachim Löw (Assistenztrainer): «Es war ein ökonomisches Spiel von unserer Mannschaft und eine reife Leistung. Der Gegner hat uns aber auch nie in Gefahr gebracht.»

Bernd Schneider: «Wichtig war, dass wir unbedingt gewinnen wollten, um Gruppenerster zu werden. Das haben wir geschafft. Jetzt können wir in den Stadien bleiben, die wir bis jetzt kennengelernt haben. Mit Sicherheit werden die Gegner stärker, aber trotzdem kommen jetzt die schönen Spiele. Wir sind eine Turniermannschaft und wollen uns weiter steigern.»

Jens Lehmann: «Wenn man so ein frühes Tor macht bei der Hitze, weiß man schon mal: Das ist viel wert. Dass wir zu null gespielt haben, gibt uns Selbstvertrauen. Aber auch nach dem ersten Spiel war es nicht so, dass wir das mannschaftsintern an der Abwehr festgemacht haben. Jetzt scheint es, dass auch die Mittelfeldspieler ihre Rolle akzeptiert haben, die sie spielen müssen. Ab jetzt spielen wir aber gegen Stürmer, die internationales Format haben. Darauf müssen wir uns einstellen. Da können wir uns keine Schwächen erlauben.»

Theo Zwanziger (Geschäftsführender DFB-Präsident): «Ich bin begeistert, das war großartig und absolut überzeugend. Das hätte ich in dieser Art und Weise kaum für möglich gehalten, drei Spiele so zu gewinnen, ist eine tolle Sache. Ein Kompliment an Jürgen Klinsmann und seine Truppe. Es ist alles möglich mit dieser Stimmung im Land und dieser Mannschaft.»

Gerhard Mayer-Vorfelder (DFB-Präsident): «Das war eine überlegene Vorstellung. Man musste zu keiner Zeit Angst haben, dass irgendetwas passieren könnte. Das war eine saubere Leistung. Ich bin sehr zufrieden. Jetzt kommen die dicken Brummer, aber es gibt keinen Grund, bange zu sein.»

Matthias Sammer (DFB-Sportdirektor): «Wir sind sehr zufrieden. Das war ein souveräner erster Teil. Es ist alles möglich, die Mannschaft macht einen kompakten und fitten Eindruck und hat ein paar überragende Akteure. Diese Symbiose aus Mannschaft und Land, das ist es, was uns gefehlt hat.»

Angela Merkel (Bundeskanzlerin): «Ein wunderschönes Spiel, weiter so.»

Wolfgang Schäuble (Bundesinnenminister): «Wir werden noch schwerere Spiele bekommen, aber sie haben wieder wunderschönen Fußball gespielt. Die Elf hat in der Abwehr wieder gut gestanden. Podolski hat endlich sein Tor gemacht. Das war ein toller Nachmittag. Jetzt wollen wir hoffen auf das Achtelfinale am Samstag.»

Jürgen Rüttgers (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen: «Ein souveräner Sieg. Diese Mannschaft hat Teamgeist. Damit kann man Berge versetzen. Alles ist möglich.»

Thomas Schaaf (Trainer Werder Bremen): «Die deutsche Nationalmannschaft hat ein tolles Spiel gemacht. Die Spieler haben ein großes Selbstbewusstsein demonstriert und die Partie von Anfang an in die Hand genommen. Es war schön, mit anzuschauen wie sie miteinander gespielt haben, wie sie sicher bis nach vorne durchkombiniert haben. Man kann feststellen, dass sich die Elf von Jürgen Klinsmann von Spiel zu Spiel gesteigert hat. Miroslav Klose hat seine Ausnahmestellung, die er auch schon in der Bundesliga hatte, in diesem Spiel noch einmal dokumentiert.»

Dieter Hildebrandt (Kabarettist): «Die Deutschen haben gut gespielt. Das hat mir sehr gut gefallen. Doch jetzt kommen erst die richtigen Gegner. Nun müssen wir versuchen, über uns hinauszuwachsen. Mein Tipp war 2:1. Doch die Ecuadorianer waren ganz weit weg davon, ein Tor zu schießen.»

Reiner Calmund (WM-Botschafter Nordrhein-Westfalens): «Heute war die Hitze der größere Gegner als Ecuador. Die Mannschaft hat die Erwartungen voll erfüllt. Jetzt kommt die Kür, das Team hat nichts mehr zu verlieren. Klinsmann hat Wert darauf gelegt, dass die Mannschaft in der Erfolgsspur bleibt. Wir gehen mit viel Selbstvertrauen und dicken Muskeln ins Achtelfinale.»

Wolfgang Holzhäuser (Geschäftsführer von Bayer Leverkusen): «Das war ein sehr klarer Sieg. Die Mannschaft hat gut angefangen und zum richtigen Zeitpunkt das zweite Tor nachgelegt. Die Leistung war überzeugend. Man muss aber abwarten, wie sich die Mannschaft präsentiert, wenn die großen Gegner kommen. Ich bin da aber ganz optimistisch.»

Horst Seehofer (Bundesagrarminister, CSU): «Die stehen voll im Saft. Wer die schlagen will, der braucht einen sehr guten Tag. Ich befürchte, dass die im Endspiel landen.»

Joseph Blatter (FIFA-Präsident): «Die deutsche Mannschaft ist derzeit auf einer Welle der Begeisterung auf dem Spielfeld, getragen von den Zuschauern in den Stadien und auch außerhalb. Ich weiß nicht, wie man sie aufhalten kann. Die armen Ecuadorianer haben mir leid getan. Sie standen da und wussten nicht, wie ihnen geschah. Der nächste Achtelfinalgegner wird Angst haben vor dieser Mannschaft.»

Martina Ertl-Renz (Alpine Kombinations-Weltmeisterin von 2001): «Die Mannschaft kommuniziert gut miteinander. Jürgen Klinsmann liefert gute Arbeit. Natürlich hoffen wir auf das Finale, auch wenn die schweren Brocken jetzt erst kommen. Ich finde die Atmosphäre im Land sehr schön.»

Karl-Heinz Förster (Europameister 1980, Vize-Weltmeister 1982/86): «Unsere Mannschaft hat das Spiel klar beherrscht, auch wenn Ecuador sicher nicht so stark wie am ersten Spieltag war. Drei Siege in der Vorrunde muss man erst 'mal schaffen. Die neuen Aufgaben werden aber ungleich schwieriger. Ich traue der Mannschaft in jedem Fall zu, dass sie bis ins Viertelfinale kommt.»

Michael A. Roth (Präsident 1. FC Nürnberg): «Es war ein sehr interessantes Spiel. Die Mannschaft hat gezeigt, was man von ihr erwartet. Sie hat sich jetzt von Spiel zu Spiel gesteigert. Das war sehr passabel. Man kann sich Hoffnungen machen, vielleicht sogar aufs Finale.»

Bernard Dietz (Europameister von 1980): «Das war ein sehr flottes Spiel. Jetzt kann es losgehen. Ecuador hat mich enttäuscht, aber die waren wohl nach dem frühen 0:1 geschockt. Unsere Abwehr hat sicher gestanden und die Mannschaft hat schön nach vorne gespielt. Michael Ballack hätte ich auf Grund der Gelb-Gefahr in der zweiten Halbzeit rausgenommen, aber es ist ja gut gegangen.»

Uli Stein (Ex-Nationaltorhüter): «Unsere DFB-Elf hat ein sehr gutes Spiel gezeigt. Ecuador hat seine Karten allerdings nicht auf den Tisch gelegt. Der Sieg war souverän, aber man sollte ihn nicht überbewerten. Michael Ballack über 90 Minuten spielen zu lassen, war die richtige Entscheidung. Die Mannschaft muss sich schließlich finden. Ich hoffe, dass Lukas Podolski durch sein Tor einen Schub bekommt.»

Horst Heldt (Teammanager des VfB Stuttgart): «Die Mannschaft hat von Anfang an gut gespielt und die Partie klar beherrscht. Die Spieler bekommen immer mehr Sicherheit und Selbstvertrauen. Die machen das eindrucksvoll und gut. Aber jetzt geht das Turnier im Prinzip erst richtig los. Es ist alles möglich.»

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