In der Affäre um die Vergabe kostenloser WM-Tickets an Politiker will Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP) die gegen ihn verhängte Geldauflage annehmen.
Er werde zur Einstellung des Verfahrens 2500 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen, teilte der Minister in Stuttgart mit. Damit sei kein Schuldeingeständnis verbunden. Pfister hatte sich beim EnBW-Chef Utz Claassen für zwei Kartengutscheine für die Fußball-WM bedankt.
Gegen den Chef des Energiekonzerns EnBW hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe Anklage wegen Verdachts der Vorteilsgewährung an Mitglieder der Landesregierung erhoben. Claassen hatte sechs Mitgliedern der Landesregierung und dem Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Matthias Machnig (SPD), Gutscheine für WM-Tickets übersandt. Auch Machnig hatte der Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage zugestimmt. Er und Pfister hatten betont, die Gutscheine nicht eingelöst zu haben.