Rekord-Weltmeister Michael Schumacher hat gelassen auf Jürgen Klinsmanns Rücktritt vom Amt des Fußball-Nationaltrainers reagiert. «Klinsmanns Rücktritt überrascht mich nicht wirklich», sagte der Formel-1-Pilot aus Kerpen.
Er gehe nicht davon aus, dass dies große Konsequenzen für die deutsche Nationalmannschaft habe, da es auch schon vorher kompetente Leute wie beispielsweise Joachim Löw gegeben habe, meinet Schumacher im Vorfeld des Großen Preises von Frankreich in Magny-Cours. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) entschied sich inzwischen für Löw als Klinsmann-Nachfolger.
Der begeisterte Hobby-Kicker Schumacher hatte mit Deutschland und Italien mitgefiebert und einige Spiele live gesehen. Nach dem deutschen 3:1-Sieg gegen Portugal im kleinen Finale in Stuttgart hatte Schumacher mit der Mannschaft gefeiert. «Ich kenne ja einige», sagte er. «Das war eine lockere Atmosphäre, ohne Presse.» Italiens vierter WM-Titel freute den Ferrari-Piloten ebenfalls.
Kein Urteil wollte sich Schumacher zu Zinedine Zidanes Platzverweis wegen dessen Kopfstoß gegen Marco Materazzi im Finale zwischen Italien und Frankreich erlauben: «Es ist fehl am Platz, da den Richter spielen zu wollen. Die wenigsten können sich vorstellen, wie man da emotional drauf ist, wenn es um die WM geht.» Man wisse nicht, was auf dem Platz passiert sei und sollte das nicht vom Sofa aus bewerten wollen.