Der Platz vor dem Reichstag in Berlin soll bald wieder aussehen wie vor der Fußball-WM. Geplant ist, dass nach dem Abbau der Adidas-Arena und der Beseitigung der Versiegelung die ersten Bäume Ende September oder Anfang Oktober eingepflanzt werden.
«Es wird wieder genauso hingebaut wie es vorher war», sagte der Leiter des Straßen- und Grünflächenamtes des Bezirks Mitte, Harald Büttner, in einem dpa-Gespräch. Ende Oktober oder Anfang November soll der 2,5 Hektar große Platz dann annähernd so sein wie vor dem Massenspektakel - wenn das Wetter mitspielt. Eine Kulisse wie das WM-Gelände mit dem Nachbau des Olympiastadions wird es laut Büttner vor dem Reichstag nie wieder geben. «Da sind wir uns alle einig, dass dies eine absolute Besonderheit vor dem Hintergrund der Fußball-Weltmeisterschaft war.»
Auch Hobbykickern macht er keine Hoffnungen. Vor dem Mauerfall und auch noch in den Jahren danach hatten vor dem Reichstag Fußballer gespielt, bis es ihnen untersagt wurde. Der Platz vor dem Parlament sei für Besucher, Fremdenführer, Familien und zum «Ruhen und Rasten» bestimmt, erläuterte Büttner. Das Fußballspielen vor dem Reichstag sei ein Relikt aus West-Berliner Zeiten, als der Platz noch abseits lag. Heutzutage sei dieser Zentrum der Hauptstadt und dürfe nicht allein von Kickern genutzt werden. «Da haben wir sonst 22 Fußballer - und sonst niemanden», sagte Büttner. Für die Sportler gebe es ganz in der Nähe, im neuen Spreebogenpark und im Tiergarten, ausgewiesene Flächen.