20. Juni 2000: Bei seinem ersten Turnier als Nummer 1 wird Kahn Teil eines Debakels. Nach dem 0:3 gegen eine portugiesische B-Mannschaft ist bereits nach der EM-Vorrunde Schluss. 1. September 2001: Gegen England kassiert Kahn beim 1:5 im WM- Qualifikationsspiel erstmals fünf Gegentreffer in einem Länderspiel. 13. Februar 2002: Beim 7:1 gegen Israel in Kaiserslautern beginnt die Amtszeit von Kahn als DFB-Kapitän. Zuvor hatte Teamchef Rudi Völler Stürmer Bierhoff, der seinen Stammplatz verlor, abgesetzt. 30. Juni 2002: Bei der WM in Japan und Südkorea führt Kahn die Nationalelf ins Finale. In seinem 50. Länderspiel macht der Torhüter beim 1:0 im Viertelfinale gegen die USA seine vielleicht beste Partie im Nationaltrikot. Im Endspiel von Yokohama beim 0:2 gegen Brasilien leitet ausgerechnet der zum besten Turnierspieler gewählte Kahn die Niederlage durch einen Fehler beim ersten Tor von Ronaldo ein. 23. Juni 2004: Auch bei seiner zweiten EM als Nummer 1 scheidet er wieder nach der Vorrunde aus. Diesmal besiegelt die 1:2-Niederlage gegen eine tschechische Reservistentruppe in Lissabon den K.o. 18. August 2004: Im ersten Länderspiel unter Jürgen Klinsmann führt Michael Ballack statt Kahn als neuer DFB-Kapitän die Mannschaft an. Als Völler-Nachfolger hatte Klinsmann Kahn abgesetzt. 9. Oktober 2004: Nach dem 2:0-Sieg beim Testspiel in Teheran gegen den Iran, bei dem Lehmann im Tor steht und Kahn fehlt, wird dessen Fürsprecher Sepp Maier als Bundestorwarttrainer abgesetzt. 8. Oktober 2005: Beim 1:2 gegen die Türkei feiert Kahn ein Comeback als Kapitän für den verletzten Ballack. 22. März 2006: Kahn bestreitet beim 4:1 gegen die USA in Dortmund sein 84. Länderspiel. Da wähnt er sich noch als WM-Torhüter. 7. April 2006: Kahns schwerste sportliche Stunde: Klinsmann entscheidet sich für Lehmann als Nummer 1 bei der WM. 10. April 2006: Kahn kündigt an, auch als Nummer 2 zur WM zu fahren und sichert der Mannschaft hundertprozentige Unterstützung zu. 16. Mai 2006: Kahn startet in die WM-Vorbereitung. Eine extrem harte Zeit beginnt für ihn. «Das war eine der wichtigsten Erfahrungen überhaupt für mein Leben. Es war eine schmerzliche Geschichte.» 9. Juni 2006: Wie im falschen Film fühlt sich Kahn, als er das WM- Eröffnungsspiel in «seiner» Münchner Arena von der Bank aus verfolgt. «Warum bin ich hier?», fragt er sich irritiert. 30. Juni 2006: Kahn wird zum «Torhüter der Herzen». Vor dem Elfmeter- Schießen gegen Argentinien geht er zu Lehmann und spricht diesem Mut zu - eine der Szenen der Weltmeisterschaft. 8. Juli 2006: Im 86. Länderspiel führt Kahn die Mannschaft zum 49. Mal als Kapitän aufs Spielfeld. Nach dem 3:1 im kleinen WM-Finale gegen Portugal und einer fehlerlosen Partie tritt der 37-Jährige zurück: «Ein schöneres letztes Länderspiel kann es nicht geben.»
 |