Schneider: Teilweise unkonzentriert, vor allem bei einigen schlechten Standards. Dem erfahrensten Feldspieler waren die WM-Strapazen anzumerken. Aber ein insgesamt starkes Turnier. Kehl: Überzeugte wie gegen Italien, einer der Besten. Stellte die Räume zu, suchte den Abschluss per Direktabnahme (5.) und Schlenzer (20.). Griff aufmerksam ins portugiesische Mittelfeldspiel ein. Frings: Holte sich nach abgesessener Sperre mit viel Wut im Bauch gleich die Gelbe Karte ab (7.). Grätschte viel und erfolgreich, übernahm Verantwortung nach vorn und unterstrich seine Wichtigkeit. Schweinsteiger: Nach Anlaufproblemen der überragende Mann: Zwei Mal überraschte er Portugals Torhüter Ricardo mit Weitschüssen, zwang dazu Petit zum Eigentor. Sein zweiter «Doppelpack» im Nationaltrikot. Klose: Spritzig, sprintstark, voller Esprit - beeindruckend wie während der gesamten WM. Scheiterte beim wieder mannschaftsdienlichen Auftritt mit Schuss (8.), steuert aber der Torjäger-Krone entgegen. Podolski: Ungefährlich wie zum WM-Auftakt, hoffte nur auf die Einfälle seiner Mitspieler. Lief oft falsch. In der zweiten Halbzeit war der Neu-Münchner präsenter, aber nicht wirkungsvoller. Neuville: Auch im letzten Spiel war Klinsmanns Edeljoker wieder dabei. Kam in der 65. Minute für Klose und beendete seine zweite WM auf dem Feld. Hanke: Erst gesperrt, danach auf der Bank und zum Schluss doch noch ein 20-minütiges WM-Debüt. Das war auch Klinsmanns Dank für sein klagloses Reservisten-Dasein. Hitzlsperger: Auch der Stuttgarter bekam in den letzten 12 Minuten noch seinen WM-Einsatz. Der «Trainings-Weltmeister» erfüllte seine Weltmeisterschafts-Rolle.
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