In München sollte bei großem Andrang wieder das Olympiastadion für die Fans geöffnet werden. Damit könnten sich 65 000 Fans das Spiel auf der zentralen Fan-Meile auf dem Olympiagelände ansehen. Bislang haben sich dort laut Stadt 880 000 Fußball-Anhänger die Spiele auf einer der Großbild-Leinwände angesehen. Drei Stunden vor der Partie hatten sich 15 000 Fans auf der zentralen Fanmeile versammelt und stimmten sich auf die Partie gegen Portugal ein. Auch auf den Fußball-Fanmeilen in Nordrhein-Westfalen wurden wieder zehntausende Fußballfans erwartet. Die Dortmunder Polizei konnte jedoch noch nicht abschätzen, ob es so voll wird wie beim Halbfinalspiel der Deutschen. «Die Begeisterung hat seit der Niederlage Deutschlands nachgelassen», sagte ein Sprecher. Der Zulauf sei auch vom Wetter abhängig. Mit Country-Musik stimmten sich die Leipziger beim Fanfest auf dem Augustusplatz auf das Spiel um Platz drei ein. Drei Stunden vor Anpfiff der Partie zogen hunderte Fans mit Trikots und Fahnen durch die Stadt. «Wir freuen uns auf die letzte große WM-Party, auch wenn es für Deutschland nicht mehr um den Titel geht», sagte eine Studentin. Dunkle Regenwolken drohten aber die Stimmung abzukühlen. Die Veranstalter des Hamburger Fanfests rechneten mit rund 50 000 Besuchern auf dem Heiligengeistfeld. Bereits am Nachmittag stimmten sich dort einige tausend Fußballfreunde zwischen den Ständen der 32 WM-Teilnehmerländer auf die Partie ein. Auch Fußballfans in Niedersachsen und Bremen warteten gespannt auf das «kleine Finale». Einige Stunden vor dem letzten Spiel der Nationalelf hielt sich der Andrang vor der Großbildleinwand in Hannover aber noch in Grenzen. «Wir sind auf 50 000 Fans eingerichtet. Aber es ist heiß, und alle sind schlapp. 20 000 Fans sind wohl realistisch», sagte der WM- Beauftragte der Stadt, Klaus Timaeus.
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