«Nice Matin»: «Frankreich hat plötzlich die Moral wiedergefunden. Jahrelang machte man sich Sorgen um das Land, wegen der Melancholie und des unverbesserlichen Pessimismus, nun glaubt es wieder an sich.» GROSSBRITANNIEN: «The Guardian»: «Das globale Dorf wartet darauf, von der alten Welt zu lernen. Es beschäftigt nicht wirklich die Köpfe der Spieler im Finale, welche Reputation das Turnier 2006 haben wird. Aber die Begegnung zwischen Italien und Frankreich wird entscheiden, wie das gesamte Ereignis in Erinnerung bleiben wird.» «The Daily Mail»: «Die Armee der Old Boys hat den Traum der Kids zerstört: Was als Feier der Jugend begonnen hatte, ist zu einer Feier des beständigen Talents geworden. Eine letzte Ehrung für Zinédine Zidane. Oder - was wahrscheinlicher ist - eine letzte Chance für Fabio Cannavaro. Zwei Kapitäne, die sich im Wettbewerb gegenüber stehen, aber einen gemeinsamen Traum haben. «The Daily Mirror»: «Die Bühne ist bereit für ZZ's Abschied. Der alte Revolverheld Zinédine Zidane und der Rest von Frankreichs "Goldener Generation» gehen nach einem letzten Duell dem Sonnenuntergang des Fußballs entgegen. POLEN: «Gazeta Wyborcza»: «Das Spiel aller Spiele. Dieses Finale hat niemand erwartet, aber es gibt keinen Zweifel daran, dass Italien und Frankreich das Match um Gold verdient haben.» «Rzeczpospolita»: «Abschied von Zidane. Das Finale der Weltmeisterschaft ist eine Attraktion für sich, aber dieses Spiel ist noch aus einem anderen Grund wert, gesehen zu werden. Am Sonntag läuft Zinedine Zidane, der beste Spieler der letzten zehn Jahre, zum letzten Mal auf das Spielfeld. Wenn er in solcher Form ist wie im Match gegen Brasilien, kann Frankreich zum zweiten Mal Weltmeister werden.» SCHWEDEN: «Aftonbladet»: «Der Normalfall bei dieser WM hieß ein Angreifer gegen vier Verteidiger. Deshalb kann Thierry Henry das Finale für Frankreich gewinnen.» «Expressen»: «Italien sollte nun wohl auch den Rest des Weges schaffen. Die Franzosen haben ihr Soll ja längst übererfüllt. Aber man kann bei so einem WM-Finale nie wissen.» Schweiz: «Basler Zeitung»: «Die Patriotismusfreunde freuen sich zu früh. Die schwarz-rot-goldene Welle, die heute beim Spiel um Platz drei vielleicht noch einmal durch Deutschland schwappt, hat wenig zu tun mit Patriotismus: Die dreifarbig Verkleideten bekunden nicht ihre Liebe zum Vaterland. Ihr Herz hängt vielmehr an Klinsmanns Jugendgruppe.» Dänemark: «Politiken»: «Deutschland, Dänemarks großes Nachbarland im Süden, hat der Welt erneut ein gastfreundliches und sympathisches Bild von sich selbst gezeigt. Alles ist friedlich verlaufen. Selbst als die heimische Nationalelf im Halbfinale ins Gras beißen musste, ist die Nation nicht Amok gelaufen. (...) Es gab nicht die geringsten Ansätze für ausländerfeindliche Gewalttaten. Die Neonazis blieben ruhig, sicher auch im Bewusstsein der Behörden in ihrem Nacken. (...) Nirgends gab es röhrenden Nationalismus, dafür aber umso mehr Freude darüber, als ein Volk auftreten zu können. Wo man doch sonst eher dazu neigt, sich aus allerlei mehr oder weniger wichtigen Gründen die Köpfe gegenseitig abzureißen. (...) Die WM ist ein Fest gewesen, bei dem wirklich alle dabei sein konnten.» Südafrika: «Saturday Star»: «Zwischen all der Nervosität, dem Stolz und der unaussprechlichen nationalen Freude bleibt das nagende Gefühl im Magen. So wie der Hund, der den größten Teils seines Lebens mit dem Jagen von Autos verbracht hat, haben wir es schließlich erreicht, und unsere Träume werden verwirklicht. Nun müssen wir etwas dafür tun. Es gibt zu Hause und im Ausland eine Menge Leute, die glauben - und nichts lieber sehen würden -, dass wir auf die Nase fallen. Zweifellos haben wir ihnen in den vergangenen Jahren viele Gründe für Zynismus geliefert ... . Doch Realität ist, dass wir in der Vergangenheit unsere Kritiker komplett widerlegt haben. Das Land erstrahlte als Beispiel für einen friedlichen Übergang zur Demokratie aus der Asche der Apartheid- Tyrannei ... .Wenn wir wirklich zusammenhalten, wenn wir unsere kleinlichen Differenzen zur Seite schieben, dann können wir bis 2010 aufbauen und alles erreichen und sogar übertreffen, was die FIFA und der Rest der Welt von uns erwarten.»
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