Der führende Ausrüster des Turniers war Puma mit zwölf Mannschaften. Viele schieden allerdings früh aus. Puma-Chef Jochen Zeitz zog ungeachtet dessen eine «äußerst positive Bilanz»: «Wir waren in 56 Prozent aller WM-Spiele als Marke so häufig zu sehen wie kein anderer.» Zudem hätten gerade die von Puma ausgerüsteten afrikanischen Teams «begeisternden Fußball» geboten. «Auch wenn die Halbjahreszahlen noch nicht vorliegen, gehen wir davon aus, dass wir den Fußballumsatz im Vergleich zum Vorjahr um zirka 40 Prozent steigern konnten», sagte Zeitz der dpa. Der Verkauf der Produkte im Handel sei hervorragend gelaufen. Diesen Schub wolle man mit Blick auf die Europameisterschaft 2008 nutzen. Dort rüstet Puma die beiden Gastgeberteams aus Österreich und der Schweiz aus. 2010 bei der WM in Südafrika will Puma wieder die dominierende Marke der afrikanischen Mannschaften sein. «Puma hat es sich zum Ziel gesetzt, seine Position als eine der drei Top-Fußballmarken weiter auszubauen», sagte Zeitz. Die größte Überraschung des Turniers war das sang- und klanglose Ausscheiden des Titelverteidigers Brasilien schon im Viertelfinale. Nike als Ausrüster der Fußballkünstler vom Zuckerhut zeigte sich mit dem WM-Abschneiden dennoch zufrieden. «Das Geschäft wird im Großen und Ganzen vor der WM gemacht», sagte der Sprecher von Nike Deutschland, Olaf Markhoff. «Wir waren die sichtbarste Marke, was die Spieler, die unsere Schuhe tragen, betrifft. Mehr als jedes dritte Tor wurde in unseren Schuhen erzielt, und mehr als jeder dritte Spieler hat seine WM-Spiele in Nike-Schuhen bestritten.» «Das Geschäft läuft hervorragend», so Markhoff. Allein das Brasilien-Trikot habe sich mehr als eine Million Mal verkauft. Ein Werbespot mit Ronaldinho sei im Internet millionenfach abgerufen worden. Das sportlich erfolgreichste Nike-Team war Portugal, das im Spiel um Platz drei am Samstag gegen Deutschland antritt. Doch der US-Konzern sieht sich auch im Finale vertreten: Rund die Hälfte aller Spieler werde dann in Nike-Schuhen auflaufen.
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