Sie sind hier: Startseite > WM 2006 > News > Artikel

Jetzt  Neu! Der Fussball24-Newsreader

News-Feed
Was ist das?
 

 Impressum
 Datenschutzerklärung
 Sitemap
 
 

Nur WM-Sieger in Sportartikelbranche

Herzogenaurach (dpa) - 07.07.2006, 11:52 Uhr

Der Fußball vom Typ «Teamgeist» stammt vom Sportartikelhersteller Addidas.
Der Fußball vom Typ «Teamgeist» stammt vom Sportartikelhersteller Addidas.

Das Endspiel wird zum Herzogenauracher Lokalderby: Während die Franzosen um Zinedine Zidane in Adidas-Trikots auflaufen werden, stellt Puma mit Italien erstmals überhaupt einen Finalteilnehmer.

Nur Zuschauer ist dagegen Weltmarktführer Nike, dessen große Hoffnungen - die Teams aus Brasilien und den Niederlanden - früh scheiterten. Doch unabhängig vom sportlichen Ausgang fühlen sich die großen Drei der Sportartikelindustrie schon jetzt allesamt als Sieger der Fußball-Weltmeisterschaft 2006.

«Adidas ist einer der Gewinner der WM», sagte Konzernchef Herbert Hainer. «Unsere Erwartungen sind deutlich übertroffen worden.» Die Herzogenauracher werden dieses Jahr deutlich mehr als 1,2 Milliarden Euro nur mit Fußballprodukten umsetzen - ein Plus von 30 Prozent gegenüber 2005. Adidas fungierte als offizieller Sponsor, Ausrüster und Lizenznehmer der FIFA und stattete die deutsche Mannschaft aus. Allein das deutsche Trikot verkaufte sich mehr als 1,5 Millionen Mal. Daneben erweckten werbewirksame Aktionen wie der Nachbau des Olympiastadions vor dem Berliner Reichstag viel Aufmerksamkeit.

«Adidas war auf und neben dem Platz die mit Abstand sichtbarste Marke», bilanzierte Hainer. «Wir haben unsere Marktführerschaft auf dem weltweiten Fußballmarkt ausgebaut.» Der Marktanteil von 35 Prozent werde dank der WM-Effekte um ein bis zwei Punkte gesteigert, zeigte sich Hainer überzeugt. Die Fußball-Umsätze sollen auch 2007 - in einem Jahr ohne großes Turnier - über einer Milliarde Euro gehalten werden. Bei der Europameisterschaft 2008, wo Adidas ebenfalls offizieller Sponsor, Ausrüster und Lizenznehmer sein wird, strebe man dann «neue Rekordwerte» an, erklärte der Konzernchef.

Dass Adidas als Ausrüster nur sechs WM-Teilnehmer unter Vertrag hatte, sah Hainer im Nachhinein positiv: «Es war richtig, Klasse statt Masse unter Vertrag zu nehmen.» Neben Frankreich und Deutschland trugen auch Argentinien und Spanien Adidas.


Der führende Ausrüster des Turniers war Puma mit zwölf Mannschaften. Viele schieden allerdings früh aus. Puma-Chef Jochen Zeitz zog ungeachtet dessen eine «äußerst positive Bilanz»: «Wir waren in 56 Prozent aller WM-Spiele als Marke so häufig zu sehen wie kein anderer.» Zudem hätten gerade die von Puma ausgerüsteten afrikanischen Teams «begeisternden Fußball» geboten.

«Auch wenn die Halbjahreszahlen noch nicht vorliegen, gehen wir davon aus, dass wir den Fußballumsatz im Vergleich zum Vorjahr um zirka 40 Prozent steigern konnten», sagte Zeitz der dpa. Der Verkauf der Produkte im Handel sei hervorragend gelaufen. Diesen Schub wolle man mit Blick auf die Europameisterschaft 2008 nutzen. Dort rüstet Puma die beiden Gastgeberteams aus Österreich und der Schweiz aus. 2010 bei der WM in Südafrika will Puma wieder die dominierende Marke der afrikanischen Mannschaften sein. «Puma hat es sich zum Ziel gesetzt, seine Position als eine der drei Top-Fußballmarken weiter auszubauen», sagte Zeitz.

Die größte Überraschung des Turniers war das sang- und klanglose Ausscheiden des Titelverteidigers Brasilien schon im Viertelfinale. Nike als Ausrüster der Fußballkünstler vom Zuckerhut zeigte sich mit dem WM-Abschneiden dennoch zufrieden. «Das Geschäft wird im Großen und Ganzen vor der WM gemacht», sagte der Sprecher von Nike Deutschland, Olaf Markhoff. «Wir waren die sichtbarste Marke, was die Spieler, die unsere Schuhe tragen, betrifft. Mehr als jedes dritte Tor wurde in unseren Schuhen erzielt, und mehr als jeder dritte Spieler hat seine WM-Spiele in Nike-Schuhen bestritten.»

«Das Geschäft läuft hervorragend», so Markhoff. Allein das Brasilien-Trikot habe sich mehr als eine Million Mal verkauft. Ein Werbespot mit Ronaldinho sei im Internet millionenfach abgerufen worden. Das sportlich erfolgreichste Nike-Team war Portugal, das im Spiel um Platz drei am Samstag gegen Deutschland antritt. Doch der US-Konzern sieht sich auch im Finale vertreten: Rund die Hälfte aller Spieler werde dann in Nike-Schuhen auflaufen.

Weitere Fussball-Nachrichten aus dem Archiv
07.07. 10:52 - Wirtschaft mit gemischter WM-Bilanz
07.07. 10:44 - Bahn: 15 Millionen WM-Fahrgäste
06.07. 15:11 - München sieht WM als «Erfolgsgeschichte»
06.07. 12:21 - Großes Geschäft: Panini-Sticker immer noch begehrt
06.07. 08:49 - Tourismusbeauftragter: Dauer-Arbeitsplätze nach WM
05.07. 15:40 - Ökonomen sehen «kein Wirtschaftswunder» durch WM
05.07. 13:45 - WM-Finalist Italien spielt auch im Tourismus vorn
04.07. 12:14 - Fußball-WM sorgt für Besucherflaute in Kinos
04.07. 10:02 - Ambush-Marketing nervt FIFA
03.07. 16:38 - Deutschland-Spiel stoppt Autoproduktion
 
Alle älteren Artikel gibt's im News Archiv.
Fanartikel Deutschland Trikot DFB Pokal Karten Sky bestellen
Fan von Fussball24 auf Facebook werden
Fußball Newsletter - Informationen und Anmeldung
Das große Fußball 24 Forum
fussball-im-verein.de - Spieler, Funktionäre und Fans immer am Ball
Indoor-Soccer Plätze finden
...weitere Themen

Internetagentur bigidea.de | Eishockey | primera-division.com