München sieht die Fußball-Weltmeisterschaft als «Erfolgsgeschichte mit nachhaltigen Effekten». Acht Millionen Tagesgäste seien während der WM gekommen, der Ansturm auf das durchweg friedliche Fanfest habe alle Erwartungen übertroffen.
Das bilanzierte Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) nach der Partie Portugal-Frankreich als letztem Münchner Spiel. Bisher kamen fast 900 000 Besucher zum Fanfest, ursprünglich hatten die Veranstalter mit 400 000 Gästen gerechnet. Die WM «war ein Großereignis, dessen Auswirkungen wir noch jahrelang spüren werden», meinte Ude.
Dreistellige Millionensummen seien in Infrastrukturmaßnahmen sowie den Bau des neuen Stadions gesteckt worden. Allein der Marketing- Effekt durch die in alle Welt gesendeten Bilder fröhlich feiernder Menschen sei unschätzbar. Ude: «Einen solchen Werbeauftritt hat die Stadt in ihrer Geschichte noch nie gehabt.»
Für die Verkehrsgesellschaft MVG gehe ein vierwöchiger Ausnahmezustand zu Ende, sagte der Vorsitzende Herbert König. Insgesamt habe man 1,7 Millionen Fahrgäste befördert. Bei den meisten Spielen seien doppelt so viele Fans mit öffentlichen Verkehrsmitteln gekommen als erwartet.