SCHLAUBERGER: Die «wissenschaftliche Durchdringung» des Fußballsport hat zur WM immer gigantischere Ausmaße und mitunter auch schwer nachzuvollziehende Züge angenommen. Das Marketinginstitut Octagon will bei einer Studie über die Leidenschaft von Fußballfans herausgefunden haben, dass Franzosen «im Vergleich zu den deutschen und englischen Fans eher Anhänger des Sports als solchem sind». In China hingegeben treibe die Fans «die Liebe zum Spiel an sich», und in Südafrika «die Gelegenheit, soziale Kontakte zu knüpfen». Überraschend vielleicht auch, dass den Franzosen der Ausgang von Spielen vergleichsweise gleichgültig sei. LOB AUS SCHWEDEN: Auch aus Schweden - dem Land mit der bislang härtesten Kritik an der WM als El Dorado für Geschäfte mit Zwangsprostitution und Frauenhandel - ist jetzt Entwarnung gekommen. «Die WM ist das bislang erfolgreichste Großereignis, bei dem vorbeugende Maßnahmen durchgeführt wurden und funktioniert haben», sagte Frederic Larsson von der in Stockholm angesiedelten «Internationalen Organisation für Migration». Schwedens Justiz- Ombudsmann Claes Borgström hatte offiziell einen Boykott des Turniers durch das skandinavische Land gefordert, weil man bis zu 40 000 zusätzliche Opfer von Zwangsprostitution befürchten müsse. GUTER ZWECK: Lebensgroße Pappbilder der deutschen Fußball- Nationalspieler werden für einen guten Zweck versteigert. In einem Internet-Auktions-Haus («www.ebay.de») können Fans die mit Autogrammen signierten Pappkameraden kaufen. Die Einnahmen aus der sieben bis zehn Tage laufenden Internetversteigerung sollen dem Berliner «Behandlungszentrum für Folteropfer» zu Gute kommen. KURANYI & CO.: Die WM ist für die nominierten Spieler in wenigen Tagen zu Ende, und auch die Bilder der ausgemusterten Akteure werden dann weggepackt. Im DFB-Medienzentrum zieren auch die Konterfeis von Fabian Ernst, Kevin Kuranyi, Patrick Owomoyela, Andreas Hinkel und Lukas Sinkiewicz die Tafeln verschiedener Sponsoren. Am Wochenende werden auch sie abgebaut. HÖRFEHLER: Plötzlich schaute DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfeld erstaunt in die Runde. Der 73-Jährige hatte angeblich die Frage, ob der DFB Bundestrainer Jürgen Klinsmann in Zeiten der Kritik nicht genug den Rücken gestärkt hätte, nicht verstanden, und erkundigte sich deshalb bei DFB-Medienchef Harald Stenger, der ihm genau diesen Wortlaut sagte. «Dann hab ich schon richtig verstanden, ich hab nur nicht gedacht, dass die Frage so gestellt werden kann», rüffelte Mayer-Vorfelder den Fragesteller.
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