KINDERDÖRFER: Die Internet-Versteigerung des einzigartigen Autogrammbuchs zur FIFA WM 2006 zu Gunsten der SOS-Kinderdörfer wird nach dem Finale fortgesetzt. Sie läuft noch bis Freitag, 14. Juli. Derzeit sind bereits mehr als 4000 Euro für das wertvolle Unikat geboten, das alle 736 Fußballstars dieser Weltmeisterschaft signiert haben. Außerdem gibt es unter www.sos-kinderdoerfer.de ab sofort weitere WM-Erinnerungsstücke zu ersteigern. «Seit Monaten engagieren sich Fußballstars aus aller Welt dafür, dass genug Spenden für den Bau von sechs SOS-Kinderdörfern zusammenkommen», sagte Georg Willeit von SOS-Kinderdörfer weltweit. TANTE KÄTHE: In der Bernauer Straße in Berlin erbringen Fans von Ex-Nationaltrainer Rudi Völler auch zum WM-Finale den Beweis, dass nicht nur katholische Südländer Hilfe durch «wundertätige Heilige» erbitten. Im «WM-Klub Tante Käthe», benannt nach dem Spitznamen für den Sympathieträger mit der dauerwelligen Haarpracht und dem ewigen Schnauzbart, werden «Opfergaben» vor einen Völler-Schrein gelegt. In den Räumen einer ehemaligen Schweißerei schaut sich Rudis Fangemeinde gemeinsam Spiele an. Die Straße vor dem «Klubhaus» heißt im Augenblick, na wie wohl, Rudi-Völler-Straße. PATTENSEN LIEBT PER: Die niedersächsische Kleinstadt Pattensen plant nach der Weltmeisterschaft einen Empfang für Fußball- Nationalspieler Per Mertesacker. «Dabei ist es egal, ob Deutschland ins Finale kommt», sagte Stadtsprecher Jörg Laszinski am Dienstag vor dem Halbfinalspiel gegen Italien. Mertesacker wohnt nach wie vor bei seinen Eltern in Pattensen nahe Hannover. Der Empfang für den 21- Jährigen soll bereits in der kommenden Woche vor dem Rathaus steigen. Der Vorplatz fasst etwa 1000 Menschen. Mertesacker hat bei allen deutschen WM-Spielen in der Startelf gestanden und bis zum Italien- Spiel auch bis zum Ende gespielt. FLAGGEN-PROBLEME: Dem offen zur Schau gestellten Fußball- Patriotismus wollen sich auch schleswig-holsteinische Spitzenpolitiker nicht entziehen. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) ließ am Dienstag gleich zwei Deutschlandfahnen an die hinteren Seitenfenster seines Dienstautos montieren, nachdem Justizminister Uwe Döring (SPD) schon am Morgen mit der nicht offiziellen Flagge zur Kabinettssitzung vorgefahren war - zunächst noch ohne formale Genehmigung. «An Dienstfahrzeugen dürfen nur die zugelassenen Dienstflaggen, Stander oder Wappen geführt werden. Andere Abzeichen sind unzulässig. Ausnahmen bedürfen der Genehmigung des Innenministeriums», heißt es in der Kfz-Richtlinie für die Behörden und Einrichtungen des Landes. Döring bekam erst im Nachhinein grünes Licht aus dem Innenministerium: «Wir haben die Genehmigung erteilt», sagte Pressesprecher Thomas Giebeler.
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