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Ghana träumt von großer Fußball-Zukunft

Accra (dpa) - 02.07.2006, 09:30 Uhr

Ghanaer schwenken bei der WM Nationalflaggen ihres Landes.
Ghanaer schwenken bei der WM Nationalflaggen ihres Landes.

Das gute Abschneiden der ghanaischen Fußball- Mannschaft bei der WM in Deutschland hat in dem afrikanischen Land eine Welle des Patriotismus ausgelöst, die noch lange nicht verebbt ist.

Vizepräsident Aliu Mahama brachte es bei der Begrüßung der Helden auf den Punkt: «Ihr habt unser Selbstvertrauen als Nation gestärkt.» Regierung und Opposition, sonst tief zerstritten, präsentierten sich vereint im Jubel über den WM-Erfolg. Jetzt geht es für Politik und Fußball gleichermaßen darum, die nationale Begeisterung zu nutzen.

Tausende Fans in den Nationalfarben Rot, Gelb und Grün mit dem schwarzen Stern in der Mitte feierten ihre «Black Stars» als Helden. Nach Siegen gegen Tschechien und die USA waren die Ghanaer im Achtelfinale Brasilien mit 0:3 unterlegen. Ghana war das einzige afrikanische Team, das es in die zweite Runde der WM schaffte.

Den Spielern wurden Blumenkränze umgehängt, dann nahmen Stephen Appiah und seine Männer auf der Fahrt durch die Hauptstraßen von Accra die Huldigungen der Fans entgegen. Tausende schwenkten in den Straßen Fahnen und sangen nationale und religiöse Lieder zu Ehren ihres Teams. Auf dem Unabhängigkeitsplatz der Hauptstadt fand ein musikalischer Karnival bis spät in die Nacht statt. Am Montag will Staatspräsident John Kufuor die Spieler empfangen, dann soll es erneut einen Straßenkarneval in der Hauptstadt geben.

Auch der ghanaische Fußball-Verband möchte den Triumph in Deutschland für die Zukunft nutzen. «Wir müssen das Team weiter stärken», sagt Kwasi Nyantakyi, der Präsident des Verbandes. Das Land gilt auch unter europäischen Experten als gigantisches Talent- Reservoir. Als nächstes Ziel ist der African Cup 2008 im Visier, denn Ghana ist Gastgeber. Und dann geht es um die Qualifikation für die WM in Südafrika 2010. «Dann muss Ghana endlich dort stehen, wo es hingehört», sagt ein Sprecher. Ganz oben, meint er.


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