Auch die Hotelgruppe Steigenberger mit rund 50 Häusern in den Spiel-Städten hatte mit einer etwas höheren Auslastung gerechnet. Zwar seien die Häuser an den Spieltagen in Berlin oder Frankfurt zu nahezu 100 Prozent ausgelastet, zwischen den Spieltagen kämen aber weniger Gäste als erwartet, sagte Sprecherin Angelika Heyer. «Unsere Erwartungen haben sich erfüllt», meint dagegen Accor-Sprecher Marc Schnerr in München. Die Buchungslage sei gut, trotzdem seien noch Zimmer verfügbar. Der Accor-Konzern erhofft sich vor allem eine langfristig höhere Nachfrage durch den Image-Gewinn für Deutschland. Zum Teil hätten Hotels vor der Weltmeisterschaft Kongress-Anfragen abgesagt, dann seien die Zimmer aber doch leer geblieben, sagt Heckel. «Solche Großveranstaltungen bergen immer die Gefahr, dass das Stammgeschäft leidet.» Man hoffe nun, dass Tagungen und Kongresse im Herbst verstärkt nachgeholt werden - denn normalerweise finden diese gerade im Juni vor Beginn der Sommerferien statt. Für die kommenden WM-Spiele dürften Fans weiterhin noch ohne große Probleme Hotelzimmer finden. «Das Last-Minute-Geschäft ist derzeit im vollen Gange», sagt Heckel. Oftmals würden Fußball-Fans auch buchen, wenn sie keine Karte für das Stadion hätten. «In jeder Kategorie sind noch Zimmer zu haben.» Allenfalls müssten Schlachtenbummler notfalls auf Quartiere außerhalb der Zentren oder im Umland der WM-Städte ausweichen. Unabhängig von den aktuellen Umsätzen ist der DEHOGA überzeugt, dass die WM dem Gastgewerbe hilft. «Wir können ein positives Image von Deutschland in die Welt tragen.» Und Heckel ist überzeugt: «Wir sind Weltmeister in der Gastfreundlichkeit.»
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