Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft fühlt sich vor dem Viertelfinal-Duell gegen Argentinien für ein mögliches Elfmeterschießen gerüstet.
«Wir sind guten Mutes ohne Elfmeterschießen weiterzukommen, aber wenn es eines Elfmeterschießens bedarf, dann eben mit Elfmeterschießen», sagte Bundestrainer Jürgen Klinsmann in Berlin. Auch Torhüter Jens Lehmann schließt den Elfmeter-Krimi nicht aus. «Wenn beide Mannschaften so gut organisiert spielen, wie sie es bisher getan haben, ist das schon möglich», sagte 36-Jährige.
Drei Mal mussten deutsche Mannschaften bei Weltmeisterschaften in das nervenaufreibende Duell nach der Verlängerung, drei Mal gab es einen Sieg. Im WM-Halbfinale 1982 gewann das Team 8:7 nach Elfmeterschießen gegen Frankreich, 1986 musste im Viertelfinale Gastgeber Mexiko beim 4:1 dran glauben und 1990 war England beim 5:4 an der Reihe. Insgesamt liefen deutsche Nationalspieler dabei 14 Mal vom Punkt an, nur einer traf nicht: Ulli Stielike 1982 gegen Frankreich.
Bereits vor dem Achtelfinale gegen Schweden hatte Co-Trainer Joachim Löw darauf verwiesen, dass man über «einige sichere Schützen» verfüge. Als gesetzt gelten Kapitän Michael Ballack und Torsten Frings, die in der Ära Klinsmann bislang vier bzw. drei Strafstöße verwandelt haben. Lukas Podolski traf einmal vom Punkt. Miroslav Klose, Bastian Schweinsteiger und Bernd Schneider sind weitere Kandidaten.