Auch in München und Nürnberg werden Enthusiasten die Truppe von Nationaltrainer Jürgen Klinsmann moralisch unterstützen. Für das Fanfest im Münchner Olympiapark wurde das Stadion mit einbezogen, so dass jetzt Platz für 85 000 Besucher ist. «Wir gehen davon aus, dass es rappelvoll wird», sagte ein Sprecher der Olympiapark München GmbH. Die Frankfurter Main-Arena, in der die Spiele auf Großleinwänden im Fluss erfolgt werden können, wird schon fünf Stunden vor Spielbeginn öffnen, um Gedränge zu vermeiden. Ein Unfall, bei dem ein Containerschiff den Pfeiler einer Leinwand gerammt hatte, blieb indes ohne Folgen: das Deutschland-Spiel kann übertragen werden, hieß es. Die Polizei rechnet in der City mit mehr als 85 000 Besuchern. In der WM-Stadt Leipzig, in der die Spiele schon vorbei sind, geht die Fußball-Party unter dem Motto «Ganz Leipzig feiert» in die erste Verlängerung. Ursprünglich war die Fußballmeile nur für die fünf WM-Tage am einzigen ostdeutschen Spielort geplant. «Da Deutschland ins Finale kommt, machen wir bis zum Finale weiter», sagte Veranstalter Joachim Horn. Auch in Kaiserslautern, wo der Ball nicht mehr rollt, geht die Party am Freitag weiter. In Köln könnten zum deutschen Viertelfinalspiel mehr als 200 000 Unterstützer kommen. In Hannover wurde in aller Eile eine weitere Leinwand für die Übertragung des Deutschland-Spiels beschafft. Massenandrang wird es auch in Baden-Württemberg geben, schätzte die Polizei. Allein in der Stuttgarter Innenstadt werden sich den Angaben zufolge mehr als 70 000 Schlachtenbummler tummeln. Anzeichen für problematische Gruppen gebe es nicht. «Wir haben keine Befürchtungen», sagte ein Sprecher. Derweil rüstet sich die Polizei in Gelsenkirchen schon für den Ansturm von etwa 80 000 englischen Fans zum Viertelfinalspiel England gegen Portugal am Samstag. Beim Spiel England gegen Ecuador waren am vergangenen Wochenende in Stuttgart rund 550 randalierende Hooligans abgeführt worden. «Wir werden ein gewisses Problem-Potenzial haben», sagte Polizei-Einsatzleiter Peter Honnef. Gegen mehr als 100 Engländer wurde ein Aufenthaltsverbot für Gelsenkirchen verhängt.
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