Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat die Sonderöffnungszeiten für den Einzelhandel während der Fußball-WM als «Riesen-Flop» bezeichnet.
«Abgesehen von der Zumutung für die Beschäftigten, abends und an Sonntagen im Laden stehen zu müssen, werden sich ausgebliebene Umsätze bei höheren Kosten in sinkenden Personalkostenbudgets niederschlagen», sagte der Vize- Landesleiter Werner Wild in Stuttgart. Dadurch komme es zu Stundenkürzungen und Personalabbau.
Die WM-Zwischenbilanz von ver.di fällt ernüchternd aus. Die Umsatzerwartungen der Einzelhändler hätten sich «bei weitem nicht erfüllt». Viele Händler seien deswegen zu den üblichen Öffnungszeiten zurückgekehrt; nur Werbegemeinschaften und Einzelhandelsverbände würden sich noch in Durchhalteparolen üben. Zusätzliche Umsätze habe es lediglich bei Fan-Artikeln gegeben.