Berlin (dpa) - 29.06.2006, 09:32 Uhr
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Ein zur Legende gewordener Fußball-Krimi gegen England, aber auch viel Kampf und Krampf und drei Niederlagen.
Die bisher elf deutschen Viertelfinal-Spiele bei Weltmeisterschaften waren nicht immer ein Leckerbissen, 1962, 1994 und 1998 bedeutete die Runde der letzten Acht sogar das Ende aller Titelträume.
Unvergessen ist das Viertelfinale gegen England am 14. Juni 1970 im mexikanischen Leon, in dem sich die deutsche Mannschaft eindrucksvoll für die vier Jahre zuvor erlittene Final-Niederlage revanchierte. Nach einem 0:2-Rückstand durch Alan Mullery und Martin Peters in brütender Mittagshitze sorgten Franz Beckenbauer und Uwe Seeler mit dem Hinterkopf bis zum Ende der regulären Spielzeit für den Gleichstand, ehe Gerd Müller das Team um Bobby Charlton mit dem 3:2 in der 108. Minute zurück auf die Insel schickte.
Schon eher ein Spiegelbild der bisherigen deutschen Viertelfinals war dagegen die Partie vor vier Jahren im südkoreanischen Ulsan gegen die USA. Im Duell gegen die überlegenen Amerikaner wurde das Team von Rudi Völler allein durch die Paraden von Oliver Kahn in dessen 50. Länderspiel vor einem Rückstand bewahrt und durfte sich durch Michael Ballacks Kopfball-Tor am Ende über einen glücklichen 1:0-Sieg freuen.
Bei den beiden vorausgegangenen Turnieren war Fortuna nicht mit den Deutschen im Bunde. 1994 in den USA schien Bulgarien nach Lothar Matthäus' Elfmeter-Treffer bereits besiegt, als Hristo Stoitschkows Freistoß und Jordan Letschkows Kopfball zum 1:2 die Elf von Berti Vogts binnen drei Minuten aus allen Halbfinal-Träumen rissen. Vier Jahre später in Frankreich leitete der Platzverweis von Christian Wörns kurz vor der Halbzeit das 0:3-Debakel gegen Kroatien ein.