SORRY AUSTRALIEN: Der chinesische TV-Kommentator Huang Jianxiang hat eine reichlich späte Verbeugung vor den Ballkünsten der australischen WM-Elf gemacht. Huang entschuldigte sich zwei Tage nach dem unglücklichen Ausscheiden der Australier gegen Italien mit 0:1 bei den Zuschauern für seine Ausrufe wie «Lang lebe Italien» und «Ich kann Australien nicht vertragen». Nun räumte der Fernsehmann nach geharnischten Zuschauerprotesten ein, dass er vielleicht eine Spur zu weit gegangen sei beim «Einbringen persönlicher Emotionen». STINKENDE WETTEN: In ungewöhnlichem Ambiente hat die Polizei von Malaysia einen illegalen Wettring in der Stadt Selangor ausgehoben. Die 18 beteiligten Männer hatten ihr hochmodernes, aber gesetzwidriges Büro mit hochmoderner Ausrüstung wie Laptops und Satellitenempfängern direkt neben einem heftig stinkenden Schweinestall installiert, um sich so besser zu tarnen. Wie Einsatzleiter Mohamad Kamarudin Mohamad Din der Zeitung «The New Straits Times» mitteilte, hätten seine Männer das Büro trotz der widrigen Umstände gestürmt, während gerade die Begegnung Italien - Ukraine (1:0) lief. ELFMETERSCHIESSEN: Oliver Kahn sieht die deutsche Mannschaft für ein mögliches Elfmeterschießen gerüstet. Drei Mal musste die DFB-Elf bei einer WM in einen solchen Krimi, drei Mal endete er mit einem Happy End. Noch ein Fakt könnte für die Klinsmänner sprechen. Im deutschen Tor steht Jens Lehmann, an dem der Argentinier Juan Román Riquelme im Champions-League-Halbfinale FC Villarreal - FC Arsenal in letzter Minute per Strafstoß scheiterte - es bedeutete Villarreals Aus. KNEIPENTOUR: Klaglos fügt sich Oliver Kahn in seine Reservistenrolle, sogar Lob gibt es für Kontrahent Jens Lehmann. Aber um die Häuser werden die beiden ältesten deutschen Spieler bei dieser WM nicht zusammen ziehen. «Der Jens ist in einer bestimmten Welt während der WM. Ich glaube nicht, dass man da in großer Stimmung ist, ein Bier trinken zu gehen», sagte Kahn. Es ist aber auch unwahrscheinlich, dass die Torwartrivalen nach der WM gemeinsam auf Kneipentour gehen. SERIOSITÄT: Im Kredit- und Gebrauchtwagengeschäft ist Seriosität von großer Wichtigkeit - nun hält sie auch auf dem Fußball-Platz Einzug. «Wir müssen gut und seriös in die Zweikämpfe gehen», meinte Co-Trainer Joachim Löw. Was er damit meint: Bloß keine unnötigen Fouls begehen gegen die Standard-Spezialisten aus Südamerika.
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