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Adidas erklärt sich zum WM-Gewinner

Berlin (dpa) - 28.06.2006, 14:29 Uhr

Der Adidas-Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer präsentiert den «Teamgeist».
Der Adidas-Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer präsentiert den «Teamgeist».

Der Sportartikel-Hersteller Adidas ist bei der Europameisterschaft 2008 offizieller Sponsor der Europäischen Fußball-Union UEFA. Das gaben Konzern-Chef Herbert Hainer und UEFA- Präsident Lennart Johansson in Berlin bekannt.

Das Unternehmen hatte bereits bei den EM-Turnieren 2000 und 2004 die UEFA unterstützt. Ferner wird Adidas von der kommenden Saison an bis 2009 sein Engagement in der Champions League ausweiten und nun bei allen Spielen der europäischen «Königsklasse» den offiziellen Ball stellen. Bisher hatte der Konzern aus Herzogenaurach nur im Endspiel das Spielgerät geliefert sowie die freiwilligen Helfer, Schiedsrichter und Offizielle ausgestattet.

Adidas zog zudem seine vorläufige Bilanz für die Weltmeisterschaft in Deutschland und erklärte sich elf Tage vor dem Finale zu einem der Sieger. «Kein Zweifel - Adidas ist der große Gewinner», sagte Hainer. Adidas ist bei der WM einer von 15 offiziellen Sponsoren des Weltverbandes (FIFA) und hatte schon vor Turnierbeginn neue Verträge mit der FIFA für die WM 2010 in Südafrika und 2014 unterzeichnet.

Laut Firmenangaben wird der Fußball-Umsatz in diesem Jahr um 30 Prozent auf weit über 1,2 Milliarden Euro steigen. Der offizielle Spielball «Teamgeist» wurde über 15 Millionen Mal verkauft. Das Vorgänger-Modell «Fevernova» ging 2002 nur sechs Millionen Mal über den Ladentisch. Das Trikot der deutschen Mannschaft wurde 1,5 Millionen Mal abgesetzt (2002: 250 000). Bei einem Titelgewinn des Klinsmann-Teams rechnet Hainer mit einem weiteren Anstieg. Insgesamt fanden 3 Millionen Jerseys der sechs bei der WM von Adidas ausgerüsteten Mannschaften Käufer. In Deutschland, Argentinien und Frankreich stehen drei Adidas-Vertreter im Viertelfinale.

Der Marktanteil in Europa stieg im ersten Quartal 2006 im Fußball-Bereich von 36 auf 37 Prozent und in Deutschland von 50 auf 51 Prozent. In den USA - Heimatmarkt des schärfsten Konkurrenten Nike - erlebte Adidas einen Rückgang von 48 auf 46 Prozent. Die Zahlen basieren auf Untersuchungen des unabhängigen Marktforschungsinstituts NPD in Großbritannien.

Das Unternehmen will 2007 trotz fehlender Großereignisse seinen Fußball-Umsatz auf über einer Milliarde Euro halten. 2008 strebt der Drei-Streifen-Konzern erneut einen Rekord an. Helfen soll dabei das Engagement bei der EURO 2008 in der Schweiz und Österreich. «Die EM wird in der ganzen Welt gesehen und ist deshalb wichtig für uns», betonte Hainer. Neben der EM wird der Sportartikel-Produzent auch bei weiteren wichtigen UEFA-Turnieren wie der U-21 Europameisterschaft (2007 und 2009) sowie der Europameisterschaft der Frauen 2009 präsent sein.


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